Elternteil hat neuen Partner: Teenager dürfen skeptisch sein

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Jugendliche haben oft ein Problem damit, wenn ein Elternteil einen neuen Partner mit in die Familie bringt. Eltern sollten mit der Situation daher sehr behutsam umgehen. Foto: Britta Pedersen

Wenn Mütter oder Väter einen neuen Partner haben, empfinden sie darüber meist große Freude. Kinder können diese Euphorie nur selten teilen. Eine Erziehungsexpertin erklärt, warum Eltern von ihnen keine Zustimmung erwarten sollten.

Fürth (dpa/tmn) - Haben sich die Eltern getrennt, stoßen neue Partner vor allem bei Teenagern auf Skepsis. "Diese Ablehnung ist ganz normal", sagt Maria Große Perdekamp, Leiterin der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Eltern müssen es hinnehmen, dass Kinder den neuen Freund oder die neue Freundin doof finden. Eine innige Beziehung lässt sich nicht erzwingen. Dementsprechend sollte ein erstes Kennenlernen auch sehr behutsam angegangen werden. "Erstmal kann man die Kinder darüber informieren, dass es jemand Neues gibt. Anhand der Reaktion darauf merken Eltern schon, ob ein erstes Treffen möglich ist."

Neue Partner lösen bei vielen Kindern Loyalitätskonflikte aus. Verstehen sie sich gut mit der neuen Freundin von Papa, verletzen sie damit vielleicht die Gefühle von Mama. Konflikte verstärken sich, wenn die neuen Partner in Erziehungsfragen mitmischen. Da ist Zurückhaltung gefragt. "Es darf keine Konkurrenz zu leiblichen Eltern entstehen", sagt Große Perdekamp.

Eine richtige Lösung gibt es nicht, oft bringt nur Zeit Entspannung in die Situation. Von frisch verliebten, getrennten Elternteilen verlangt das mitunter einen langen Atem. So sind Dates mit dem neuen Partner erstmal vielleicht nur außer Haus möglich.

Onlineberatung der bke

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