117 Kilo bei 165 Zentimetern

Dick - aber glücklich und erfolgreich als Model

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Das Plus-Size-Model Tess Holiday zieht die Aufmerksamkeit der Medien auf sich und steht zu ihren Kilos.

Los Angeles -  Das Plus-Size-Model Tess Holliday zeigt, dass man nicht immer schlank und rank sein muss um glücklich zu sein. Die Medien feiern sie als Sensation, Kritiker sind skeptisch.

Tess Holliday ist gefragt. Sie ist Model. Normalerweise nichts ungewöhnliches, doch in Zeiten von Mager-Models und scharfen Knochen auf Designerfotos ist sie geradezu eine Sensation. Tess Holliday ist 165 Zentimeter groß und wiegt rund 117 Kilo. Wie Die Welt berichtet, ist sie seit drei Wochen bei Milk Management unter Vertrag, einer renommierten britischen Modelagentur.

Schon seit einiger Zeit ist Tess Holliday im Modelbusiness aktiv unterwegs. Lange hat sie mit ihrem Körper gekämpft, wurde in der Schule gemobbt und fühlte sich unwohl, doch das ist jetzt vorbei. Auch wenn man ihre Figur für zu dick empfand, wurde ihr schon früher immer wieder gesagt, was für ein schönes Gesicht sie doch habe. Mit 15 ließ sie zum ersten Mal professionelle Fotos von sich machen. Die haben ihr Mut gegeben. Sie wollte Plus-Size-Model werden. Doch dafür wurde sie bei zahlreichen Castings abgelehnt. Für ihre Größe war sie einfach zu dick. Aber sie ließ sich nicht entmutigen und fand Unterstützung bei ihrer Mutter. Die motivierte sie, es weiter zu versuchen und in der Branche der Plus-Size-Model Fuß zu fassen.

Sie ist eine Feministin

Mit der US-Sendung "Heavy" wurde ihr Gesicht bekannter. Zwar geht es in der Sendung ums Abnehmen, doch schaffte Tess das nicht so ganz und bekam statt dessen mehr Plus-Size-Shootings. Wie Die Welt berichtet, sagt Tess, sich in schöne Kleider zu hüllen und schöne Fotos von sich zu sehen, habe sie mit ihrem Körper ins Reine gebracht. Inzwischen ist sie eines der gefragtesten Plus-Size-Models und findet auch in den sozialen Netzwerken immer mehr Anhänger und Unterstützer.

Sie selbst sieht sich als Feministin und kämpft für Frauen deren Gewicht nicht den 90-60-90-Maßen entspricht. Sie postet Fotos von sich in den unterschiedlichsten Outfits, auch in Unterwäsche und Bademode, und will damit allen zeigen, wie wohl sie sich in ihrer Haut fühlt. Und das es nicht zwingend darauf ankommt schlank zu sein, um als hübsch zu gelten. 

Modebranche wird sich dennoch nicht ändern

Kritiker sehen in der 29-Jährigen allerdings auch ein Problem. Sie fürchten, dass Tess Holliday andere Frauen dazu bringen könnte absichtlich zuzunehmen und ihnen ein falsches Leben vorzuleben. Doch Tess hält dagegen. Sie will niemanden ermutigen dick zu werden, sie möchte nur zeigen, dass es nicht zwingend notwendig ist dünn zu sein und man auch mit ihrer Figur glücklich sein kann. Zudem, berichtete Die Welt, würde sie vier Mal die Woche Sport machen, schwimmen, wandern und sich gesund ernähren. Ein falsches Vorbild wäre sie also nicht. Auf Facebook teilte sie ihren Kritikern mit  einem Bild und dem Kommentar "Das Leben ist so viel schöner und komplexer, als eine Zahl auf einer Waage" mit, was sie von ihnen hält.

Die Medien feiern sie als Sensation und diskutieren über einen Wandel im Model-Business. Vielleicht geht der Trend weg von mageren Models, bei denen bereits die Knochen zum Vorschein kommen, hin zu volleren und fülligeren Models wie Tess Holliday. Doch ob das die Regel werden könnte, ist trotzdem unwahrscheinlich.

mt

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