Erstes Internat für Schulschwänzer

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Deutschlands erstes Internat für Schulschwänzer in Berlin Neukölln.

Berlin - In Neukölln hat das bundesweit erste Internat für Schulschwänzer geöffnet. Es soll die Kinder vor dem Abrutschen in die Kriminalität schützen.

In Berlin hat am Dienstag das bundesweit erste Internat für Schulschwänzer aufgemacht. Das Projekt im Stadtbezirk Neukölln soll Kinder und Jugendliche vor dem Abrutschen in die Kriminalität schützen. Sieben 12 bis 15 Jahre alte Schulschwänzer sollen mittelfristig in das Internat einziehen. Ihnen sei ein normaler Tagesablauf bislang völlig fremd, hieß es vom Träger des Internats, dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF-Lazarus).

Den sollen die Kinder und Jugendlichen nun wieder erlernen und sich an den Schulalltag gewöhnen. Gefördert werden die Kinder entsprechend ihrer Herkunft von einem Erzieherteam, das Deutsch, Türkisch und Arabisch spricht. Projektleiterin Marion Seidel betonte, Schulschwänzen sei kein reines Problem von Jugendlichen aus Einwandererfamilien. Ausschlaggebend sei nicht die Herkunft, sondern der soziale Hintergrund. Ein Platz in dem neuen Internat kostet 2400 Euro im Monat.

Das Berliner Jugendamt bezahlt den größten Teil des Aufenthalts, den Rest müssen die Eltern übernehmen. Bis dato sind im Internat vier Kinder von 13 bis 14 Jahren untergebracht. Drei sollen bald folgen. Sie teilen sich Wohnungen und müssen sich dabei an einen strengen Tagesablauf von Unterricht und Hausaufgaben halten. Erst danach sei Zeit für Hobbys und Spaß, hieß es. Ziel sei auch die Erziehung zur Eigenverantwortung.

dpa

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