Europaweiter Schlag gegen Russen-Mafia

Madrid - Schlag gegen die russische Mafia in Europa: Bei einer großangelegten Polizeiaktion sind in Spanien und fünf weiteren Ländern mindestens 69 Verdächtige gefasst worden.

Ihnen werden Drogenschmuggel, Geldwäsche, Erpressung, Bestechung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen, wie die Ermittler am Montag in Madrid mitteilten. Allein in Spanien gab es 24 Festnahmen, die restlichen verteilen sich demnach auf Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich und Italien. Die Ermittlungen zur “Operation Java“ seien vor mehr als einem Jahr vom Nationalen Gerichtshof in Madrid eingeleitet worden, hieß es weiter.

In Spanien schlug die Polizei vor allem an der Mittelmeerküste zu. In Barcelona sei einer der Bosse der Russen-Mafia gefasst worden. Dort und in Valencia seien auf Anordnung des Ermittlungsrichters Fernando Grande-Marlaska auch mehrere Wohnungen durchsucht worden. Festnahmen gab es aber auch in Madrid und Bilbao. Die spanische Regierung hob die gute internationale Zusammenarbeit bei der Polizeiaktion hervor. “Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität greifen wir mit harter Hand durch“, sagte Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega.

Die “Operation Java“ war bereits der dritte große Polizeischlag gegen die russische Mafia in Spanien seit dem Jahr 2000. Insgesamt sind seither rund 100 Verdächtige festgenommen worden. In den 1990er Jahren hatten sich mehrere mutmaßliche Bosse der Russen-Mafia in luxuriösen Anwesen an der spanischen Küste niedergelassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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