Rassistisches Motiv?

Flixbus: Fahrgäste nach Pause stehen gelassen

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Steht wegen nach einer Pause zurückgelassenen Fahrgästen erneut in der Kritik: Das Fernbus-Unternehmen Flixbus. Foto: Lukas Schulze/Symbolbild

Haßloch/Berlin - Erneut negative Schlagzeilen für Flixbus: Wenige Tage nach einer 14-stündigen Irrfahrt, vergisst ein Busfahrer mehrere Fahrgäste auf einem Rastplatz - und fällt mit rassistischen Äußerungen auf. 

Ein Flixbus-Sprecher in Berlin sprach von zwei Fahrgästen, die Polizei in Haßloch von fünf Menschen, die am Sonntag stehen blieben. Zunächst hatte die "Rheinische Post" berichtet - eine dunkelhäutige Mutter mit ihrem Kind sei nach der Pause nicht mehr mitgenommen worden. 

Hat sich der Busfahrer rassistisch geäußert?

Eine 16-jährige Passagierin sagte der "Rheinischen Post", der Busfahrer sei losgefahren, obwohl ihn die anderen Fahrgäste über die fehlenden Mitfahrer informiert hätten. Die Pausenzeit sei trotz kontroversen Aussagen genau eingehalten worden, sagt hingegen Flixbus-Sprecher Gregor Hinz. Das könne man digital einsehen. 

Mitfahrer berichteten der "Rheinischen Post", der Busfahrer hatte laut einer Frau gesagt: "Wir müssen auf niemanden warten". Zwar hatte jemand gerufen, dass die Frau und ihr Kind fehlten, aber der Fahrer hat gesagt: 'Wir sind ein Linienbus, wir müssen auf niemanden warten'", berichtet die Augenzeugin.  

Ein anderer Busfahrer des Unternehmens hätte ihm später Recht gegeben. Er soll gesagt haben: "Das hast du richtig gemacht. Gerade die Ausländer sind eh immer zu spät", berichtet die Zeugin.

Immer wieder werden Fahrgäste vergessen

Bei der Rast in Haßloch habe der Fahrer am Sonntag die Pausenzeiten genau eingehalten, sagte Flixbus-Sprecher Gregor Hintz. "Die Fahrtzeiten sind digital einsehbar. Fahrgäste, die nach einer Pause zu spät kommen und dann stehen bleiben, gibt es leider immer wieder einmal." Fahrpläne müssten eingehalten werden.

Eine Frau rief die Polizei, als der Bus weg war

Bei der Polizei in Haßloch hatte sich eine Frau über den Notruf gemeldet und berichtet, dass sie und vier weitere Passagiere vergessen worden seien. Ihr Gepäck habe sich noch im Bus befunden, sagte ein Polizeisprecher. Zur Hautfarbe konnten sich weder Unternehmen noch Polizei äußern.

Erst kürzlich war Flixbus in die Kritik geraten. Ein Fahrer war in Nordrhein-Westfalen mit dem falschen Bus Richtung Berlin aufgebrochen. Unterwegs kehrte der Bus um. Die Fahrgäste stiegen später in einen anderen Bus und kamen mit mehr als sechs Stunden Verspätung am Sonntagabend in Berlin an.

dpa

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