Bergungsarbeiten verzögert

MH17: Australien und Niederlande beraten über Opfer

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Der australische Premierminister (l.) mit dem niederländischen Verteidigungsminister Tom Middendorp. Unter den Opfern des Fluges MH17 waren rund 38 Australier.

Den Haag - Der australische Premier Tony Abbott ist am Montag in den Niederlanden eingetroffen, um über die Untersuchungen des abgestürzten Fluges MH17 zu beraten. Am Absturzort tobt derweil der Krieg.

Australien und die Niederlande haben am Montag Beratungen über die weiteren Untersuchungen zum mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17 mit fast 300 Toten über der Ostukraine aufgenommen. Dazu traf der australische Ministerpräsident Tony Abbott am Morgen in Den Haag ein.

Vor seinem Abflug hatte Abbott den Einsatz der Niederlande zur Ursachenermittlung und zur Identifizierung der 298 Opfer gelobt. Er wolle sich nun auch persönlich bei Ministerpräsident Mark Rutte bedanken, sagte er. Die Niederlande leiten die Untersuchungen, weil die weitaus meisten Opfer der Katastrophe vom 17. Juli niederländische Staatsangehörige waren.

38 Absturzopfer waren Einwohner Australiens. Gemeinsam mit Experten aus Malaysia sind auch australische Fachleute an der Identifizierung der Leichen in einer Kaserne in Hilversum bei Amsterdam beteiligt. Bis zum vergangenen Wochenende konnten sie 65 Opfer identifizieren, wie das Justizministerium in Den Haag mitteilte.

Die Bergungsarbeiten im Absturzgebiet des malaysischen Flugzeugs waren in der vergangenen Woche wegen erneuter Kämpfe vorläufig eingestellt worden. „Die Front führt direkt über das Trümmerfeld. Die Situation ist wie Treibsand - die Lage ändert sich stündlich“, sagte der Vizechef des OSZE-Einsatzes, Alexander Hug, in einem Interview in Wien. Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wollten schnell zurückkehren. Es gehe darum, das 35 Quadratkilometer große Gebiet bei Grabowo für Experten abzusichern. „Wir sind Wegbereiter“, sagte Hug.

Bislang konnten 176 Leichen sowie 527 Leichenteile geborgen und nach Hilversum gebracht werden.

dpa

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