Verzweiflungstat

Neue Erkenntnisse: Flugzeugentführer wollte Ex-Frau und Kinder wiedersehen

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Ein Mann hat am Dienstag einen Airbus der Egyptair entführt.

Athen - Der 59-jährige Mann, der am Dienstag ein ägyptisches Passagierflugzeug entführt und zur Landung auf Zypern gezwungen hatte, handelte so wie es aussieht aus rein persönlichen Gründen.

Wie der griechische Fernsehsender Skai am Mittwoch berichtete, sagte er der Polizei nach seiner Festnahme: „Was soll jemand machen, der seine Frau und seine Kinder seit 24 Jahren nicht gesehen hat, weil die ägyptische Regierung ihn nicht (ausreisen) lässt?“

Zyprischen Medien zufolge hatte der Entführer bereits während der Geiselnahme von den Unterhändlern ein Gespräch mit seiner Ex-Frau gefordert - einer Zyprerin, mit der er mehrere Kinder haben soll. Auch die Freilassung ägyptischer Oppositioneller sowie politisches Asyl sollen zunächst zu seinen Forderungen gehört haben.

Egyptair-Flugzeug entführt und auf Zypern gelandet

Egyptair-Flugzeug entführt und auf Zypern gelandet

Für den Ägypter wurden in Zypern am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft vorerst acht Tage Untersuchungshaft angeordnet, um den Vorfall zu untersuchen. Je nachdem, zu welchen Erkenntnissen man gelange, könne der Untersuchungsrichter die Haft verlängern.

Das Flugzeug hatte sich am Dienstag auf dem Weg von Alexandria nach Kairo befunden, als der Mann es in seine Gewalt brachte. Er zwang die Piloten zur Landung in Larnaka - um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, trug er die Attrappe eines Sprengstoffgürtels. Gleich nach der Landung gab er die meisten seiner 72 Geiseln frei; schließlich konnte auch die übrigen Passagiere, die Besatzung und zuletzt der Pilot das Flugzeug verlassen. Der Entführer ergab sich freiwillig.

Egyptair-Passagiere berichten von Entführung

dpa

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