Enttäuschte Finderin

Hamburgerin findet 20.000 Euro - und hat dann doppelt Pech

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Sophie Dorison, die ehrliche Finderin.

Hamburg - Eine ehrliche Finderin hat 20.000 Euro bei der Stadt Hamburg abgegeben. Jetzt erhält sie weniger Finderlohn, als ihr eigentlich zu steht - weil es das Gesetz so will.

Eine Frau hat in einem Stadtbus in Hamburg 20 000 Euro in bar gefunden und das Geld bei der Polizei abgegeben. Auch einige Tage nach dem Fund hat sich laut Hansestadt noch kein Besitzer gemeldet. Sollte es sechs Monate dabei bleiben, könnte sich die ehrliche Finderin mit dem Namen Sophie Dorison über das Geld freuen - im Normalfall. Denn weil die Hamburgerin den Fund in einem Bus und nicht auf der Straße machte, kassiert die Stadt das kleine Vermögen ein.

Dafür ist ein relativ unbekannter Gesetzesparagraf verantwortlich. Dieser besagt, dass im öffentlichen Nahverkehr und bei Behörden gefundenes Geld auch im Besitz der Stadt bleibt, wie ein Sprecher des Bezirksamts Altona am Donnerstag erklärte.

Außerdem halbiert sich wegen der Sonderregelung der gesetzliche Finderlohn von drei Prozent. Statt wie üblich mit 600 wird die Dorison mit 300 Euro für ihre Ehrlichkeit belohnt. „Ich habe das Gefühl, als ehrliche Finderin auch ein bisschen die Dumme zu sein“, sagte die Dorison dem „Hamburger Abendblatt“ (Donnerstag). Die Geldscheine hatten dem Bericht zufolge vergangenen Dienstag säuberlich gerollt in einer bunten Plastiktüte auf einem Sitz gelegen.

dpa

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