Neue Ermittlungen

Ist ein Gärtner für Morde in Niedersachsen verantwortlich?

Lüneburg - Ein Friedhofsgärtner könnte für mehrere Morde in der Region Lüneburg verantwortlich sein. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem spurlosen Verschwinden einer 41-jährigen Frau konzentrieren sich neue Ermittlungen auf den Mann.

Untersucht werden auch Verbindungen zu weiteren Tötungsdelikten in der Region. Der als Täter verdächtigte Mann beging 1993 Selbstmord, als er wegen anderer Vorwürfe im Gefängnis saß.

Im vergangenen Jahr sei eine neue Ermittlungsgruppe zu dem Fall der 1989 verschwundenen Frau eingerichtet worden, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Lüneburg, Wiebke Hennig. Der Mann sei schon früher verdächtig gewesen, mit dem spurlosen Verschwinden der 41-Jährigen aus dem niedersächsischen Brietlingen-Moorburg in Verbindung zu stehen. „Dieser Tatverdacht konnte inzwischen durch die aktuellen Ermittlungen weiter erhärtet werden“, sagte Hennig.

Auch Verbindungen zu weiteren Tötungsdelikten in der Region werden derzeit untersucht. „Ein möglicher Zusammenhang mit den Göhrdemorden wird mit überprüft“, sagte die Sprecherin. In der östlich von Lüneburg gelegenen Göhrde waren 1989 zwei ermordete Paare entdeckt worden, die Taten blieben bislang ungeklärt. Die Hamburger „Morgenpost“ hatte zuvor über einen möglichen Zusammenhang dieser und weiterer Morde mit dem Verschwinden der 41-Jährigen berichtet.

Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders aus Schwalbach im Taunus sind schon über 130 Hinweise beim Hessischen Landeskriminalamt (LKA) eingegangen. „Bei einer Handvoll Hinweise könnte etwas dran sein, aber es bedarf noch weiterer Ermittlungen“, sagte am Freitag ein LKA-Sprecher. Der 2014 gestorbene Manfred S. steht im Verdacht, bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet zu haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.