Eltern vom Opfer entsetzt

Gerichtsurteil: Vergewaltiger von Inderin kommt frei

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Der Vorfall um die 23-jährige Studentin löste damals heftige Protestwellen aus und auch die kommende Freilassung von einem der Vergewaltiger löst nun Wut bei vielen Indern aus.

Neu Delhi - Einer der Vergewaltiger und Mörder einer indischen Studentin soll nach dem Absitzen seiner Haftstrafe entlassen werden. Der Vorfall löste damals eine heftige Protestwelle aus.

Ein Gericht in Neu Delhi erklärte am Freitag, seine Inhaftierung könne nicht verlängert werden. Der heute 20-Jährige war zum Tatzeitpunkt noch minderjährig und hatte die Höchststrafe von drei Jahren Jugendarrest bekommen.

Den volljährigen Tätern droht der Galgen. Sechs Männer hatten im Dezember 2012 die junge Frau in einem Bus entführt, vergewaltigt und gefoltert. Sie starb knapp zwei Wochen später an ihren inneren Verletzungen. Das Verbrechen löste eine nie dagewesene Protestwelle aus. Tausende junge Inder demonstrierten gegen Gewalt gegen Frauen.

Das Sozialamt kümmere sich nach der Entlassung um den 20-Jährigen, erklärte Regierungsanwalt Anil Soni am Freitag vor Reportern. Eine Vertreterin der staatlichen Frauenkommission kündigte an, die Freilassung vor dem höchsten Gericht noch anzufechten. Außerdem werde sie an Präsident Pranab Mukherjee schreiben. Die Eltern des Opfers hatten wiederholt gefordert, der junge Mann müsse wie die anderen Täter bestraft werden. Er sei eine Gefahr für die Gesellschaft.

dpa

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