Von Claudia Pechstein bis Joachim Gauck

Gewinner und Verlierer der Woche: Fußballverrückte und gute Nachbarn

Die vergangene Woche war sehr ereignisreich. Was bleibt uns positiv im Gedächtnis, was negativ? Drei Gewinner und drei Verlierer aus Sicht der Redaktion.

Gewinner: Die Dauerfußballer

Fußballverrückter geht’s wohl kaum: Die Kreisligamannschaften FC Hamburger Berg und VfL Wallhalben (Rheinland-Pfalz) stellten einen Weltrekord im Dauerkicken auf und stehen nun im Guiness-Buch der Rekorde. Die Teams spielten unfassbare 111 Stunden am Stück Fußball. Auch das Ergebnis ist rekordverdächtig: Der FC gewann 722 zu 568. Da soll noch mal einer sagen, ein Spiel dauere nur 90 Minuten.

Verlierer: Claudia Pechstein

Sie läuft und läuft und läuft. Auch mit 44 flitzt Claudia Pechstein noch übers Eis. Und sie klagt und klagt und klagt. Das ist ihr gutes Recht. Doch der Bundesgerichtshof hat die Schadenersatzklage der Berlinerin gegen ihren Weltverband abgeschmettert. Letzte Hoffnung ist das Bundesverfassungsgericht. Blitzt Pechstein auch da ab, dann muss sie immense Prozesskosten tragen. Und noch lange laufen, um zahlen zu können.

Gewinner: Sven Petke

Chapeau Sven Petke! Viele im brandenburgischen Landtag hadern mit AfD-Fraktionschef Alexander Gauland, erst recht, seit er meint zu wissen, dass Deutsche Boateng nicht als Nachbarn wollen. Aber nur Petke (48) zeigte seine Abneigung, indem er mal nicht im Anzug (kl. Bild) sondern mit einem Trikot des Nationalspielers ins Plenum kam. Kleiderordnung klar verletzt und dennoch ein Gewinner – fanden alle, außer mutmaßlich der AfD.

Verlierer: Die Türkei

Wunderschöne Strände, tolle Hotels und freundliche Menschen die einen Urlaub angenehm machen. Die Türkei gehört zu den Traumzielen für den Sommerurlaub. Doch die Lust der Touristen auf Ägäis und Istanbul sinkt. Es liegt nicht nur an den Terroranschlägen, die die Freude auf das Land verderben. Es ist auch die zunehmend autoritäre Führung von Präsident Recep Erdogan, die zur Abwehrhaltung bei Urlaubern führt.

Gewinner: Joachim Gauck

Die Freiheit ist das große Thema von Joachim Gauck (76). Als Bundespräsident hat es stets gemahnt, sie nicht als selbstverständlich hinzunehmen, vielmehr müsse sie jeden Tag neu erkämpft werden. Mit seinem Verzicht auf eine zweite Amtszeit hat Gauck dem Thema nun eine persönliche Facette hinzugefügt. Er verweigerte sich jeglichem Kalkül innerhalb der Koalition. Und bewies in einem Akt von Freiheit große innere Souveränität.

Verlierer: Enrico P., allein auf seiner Demo

Es war nicht der Tag des Enrico P. (Foto). Der Mann hatte in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) die Demo „Asylmissbrauch stoppen – Nein zur Politik Merkel“ angemeldet. Zur Kundgebung kamen 170 Polizisten, 50 Gegendemonstranten – und er selbst, übrigens mit falsch geflaggter Deutschlandfahne. Die Polizei brach die bizarre Veranstaltung ab, weil die Mindestteilnehmerzahl für Demos bei drei Personen liegt.

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