Suche nach Tätern hält an

Gezielter Mord an Familie gibt der US-Polizei Rätsel auf

Cincinnati - Gleich zwei Bluttaten mit insgesamt 14 Toten haben die Polizei in den USA am Wochenende in Atem gehalten. Vor allem der Mord an acht Familienmitgliedern in Ohio gibt Rätsel auf.

Nach den tödlichen Schüssen auf acht Mitglieder einer Familie im US-Staat Ohio suchte die Polizei am Wochenende weiter nach dem oder den Tätern. Es gab weder Verdächtige noch Hinweise auf das Motiv. Die Bevölkerung wurde zur Mithilfe aufgerufen. Alle Opfer waren gezielt durch Kopfschüsse getötet worden, „im Stil einer Hinrichtung“, wie der Justizminister des Staates, Mike DeWine, sagte.

Auch der Mord an fünf Menschen in Georgia, die zumindest zum Teil einer Familie angehören sollen, gibt den Ermittlern noch Rätsel auf. In diesem Fall hatte sich der mutmaßliche Täter nach dem Verbrechen selber erschossen. Nach örtlichen Medienberichten könnte er aus Wut darüber gehandelt haben, dass seine Frau ihn kürzlich verlassen hatte. Die Polizei bestätigte das aber zunächst nicht.

Die acht toten Familienmitglieder in Ohio - sieben Erwachsene und ein 16-jähriger Junge - waren am Freitagmorgen (Ortszeit) gefunden worden. Polizisten entdeckten die Leichen in einer ländlichen Gegend rund 100 Kilometer von Cincinnati entfernt an vier verschiedenen Orten. Drei Kinder blieben verschont, darunter ein nur wenige Tage alter Säugling, der nach Medienberichten in einem Bett neben seiner erschossenen Mutter gefunden wurde.

Auch die Schüsse am Samstag in Appling in Georgia fielen in zwei verschiedenen Häusern. Die Opfer waren drei Frauen und zwei Männer, darunter eine 87-Jährige, bei der es sich um die Schwiegermutter des mutmaßlichen Schützen gehandelt haben soll. Dieser wurde später tot in der Garage seines Hauses aufgefunden. Laut Medienberichten war er 50 oder 51 Jahre alt.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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