Bauarbeiten sollen mehrere Jahre dauern

Großbaustelle A7: Deutschlands längste Autobahn wird breiter

Die A7 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands. Nun wird die bundesweit längste Autobahn in der Lüneburger Heide breiter gemacht. Die Bauarbeiten sollen mehrere Jahre dauern.

Die A7 ist mit fast 1000 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland und eine der wichtigsten Verkehrsachsen. Sie verläuft von Flensburg im Norden bis zur österreichischen Grenze bei Füssen. Auch auf den 285 Kilometern in Niedersachsen ist sie hoch belastet, oft gibt es Staus. Deshalb wird seit Jahren an dem Ausbau der Strecke gearbeitet. Am Dienstag ist der erste Spatenstich für den nächsten Abschnitt gesetzt worden.

Wo wird gebaut?

Mit dem Spatenstich bei Bad Fallingbostel hat der offizielle Ausbau der acht Kilometer langen Strecke in der südlichen Lüneburger Heide zwischen der Anschlussstelle Bad Fallingbostel und dem Dreieck Walsrode begonnen. Dort ist die A7 mit rund 65 000 Fahrzeugen am Tag sowie einem überdurchschnittlichen Anteil an Lastwagen hoch belastet. "Von den 65 000 gezählten Fahrzeugen am Tag in beiden Richtungen gehörten 10 500 zum Schwerkehr", sagte Gisela Schütt, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Wie lange dauern die Bauarbeiten?

Die Arbeiten dort sollen laut Landesstraßenbehörde im Herbst 2019 abgeschlossen sein. Vollsperrungen seien zunächst nicht geplant, sagte die Sprecherin. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit werde in dem betroffenen Abschnitt von derzeit 120 Stundenkilometern auf 80 reduziert. Auch während des Ausbaus sollen jeweils zwei Spuren in beide Richtungen genutzt werden können, doch werden sie schmaler.

Was macht den Ausbau der A7 so dringlich?

Weil es an Alternativrouten fehlt, kommt es laut Landesstraßenbehörde zu einer "starken Verkehrsbündelung" auf den noch nicht ausgebauten Abschnitten. "Ein gefährliches Nadelöhr auf Deutschlands wichtigster Nord-Süd-Achse der A7 verschwindet", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). "Staus gehörten in diesem Streckenabschnitt zur Tagesordnung." In den 1950er Jahren gebaut, sei die A7 in diesem Bereich mit ihren vier Spuren schon längst an ihre Belastungsgrenze gestoßen. Eine zukunftsfähige Infrastruktur sei die Voraussetzung für eine florierende Wirtschaft. "Die A7 ist als Europastraße eine bedeutende Fernstraßenverbindung im bundesdeutschen und transeuropäischen Verkehrsnetz", erklärt der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium. Der Ausbau verbessere den Verkehrsfluss und erhöhe die Sicherheit. Das Ministerium prognostiziert weiter steigende Fahrzeugzahlen.

Wie teuer wird die Baustelle?

Die Kosten trägt der Bund. Rund 59 Millionen Euro will er in den Ausbau des Abschnitts investieren. Die A7 ist allerdings eine Dauerbaustelle, in die bereits viele Millionen geflossen sind und noch fließen sollen.

Wie geht es weiter?

Die Großbaustelle zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel ist noch lange nicht der letzte Akt im Ausbau der Autobahn. Nördlich des Abschnitts sollen zwischen Bad Fallingbostel und Soltau-Ost noch zwei weitere Abschnitte erweitert werden, kündigte Ferlemann an. Südlich davon läuft bereits auch zwischen den Dreiecken Salzgitter und Drammetal der Ausbau auf drei Streifen je Richtung, wie die Landesstraßenbehörde mitteilte. Weitere seien in Planung. Fertiggestellt sind bereits die drei Abschnitte um Göttingen zwischen Nörten-Hardenberg und dem Dreieck Drammetal. (lni)

Rubriklistenbild: © dpa

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