Knast-Schlägerei eskaliert

Häftling in Duisburger Gefängniszelle totgeprügelt

Duisburg - Zwei Häftlinge streiten über ein nasses Handtuch. Ein Wort gibt das andere, bis sie aufeinander einschlagen. Am Ende ist einer der beiden Männer tot.

Nach einer Schlägerei zwischen Untersuchungshäftlingen ist in Duisburg ein Gefangener gestorben. In der Zelle des 39-Jährigen sei es am Montagabend zu einer Prügelei mit einem 37-jährigen Mitgefangenen gekommen, teilte die Polizei mit. Die von einem weiteren Zelleninsassen durch einen Alarmknopf herbeigerufenen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Duisburg-Hamborn trennten die beiden Männer. Der 39-Jährige kam in ein Krankenhaus, wo er am Dienstagmorgen starb.

Auslöser des Streits soll ein feuchtes Handtuch gewesen sein, das vom Opfer zum Trocknen auf das Bett des mutmaßlichen Täters gelegt worden sei, berichtete Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) in Düsseldorf. Bei der Auseinandersetzung soll der 37-Jährige mit einer Keramiktasse zugeschlagen haben. Das Opfer habe zwei Platzwunden am Kopf erlitten. Die Schläge auf den Kopf seien nach dem Ergebnis der ersten Obduktion aber nicht die unmittelbare Todesursache gewesen, sagte Kutschaty. Die genaue Todesursache müsse noch geklärt werden.

Der 39-Jährige war nach Angaben des Ministers gesundheitlich erheblich vorbelastet gewesen. Er saß seit 14 Tagen wegen Diebstahlsverdachts in Untersuchungshaft und war wegen Suizidgefahr in der Gemeinschaftszelle untergebracht. Nach der Erstversorgung im Krankenhaus sei sein Gesundheitszustand zunächst stabil gewesen, im Laufe der Nacht sei der Mann aber kollabiert und gestorben, berichtete Kutschaty.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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