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Heftiger Regen: Osteuropa stark überschwemmt

Überschwemmung, Flut, Feuerwehr
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Wie hier im südlichen Polen sorgen heftige Regenfälle in weiten Teilen Osteuropas für Überflutungen.

Cesky Tesin/Belgrad/Kurow - Nach ergiebigen Regenfällen drohen an mehreren Flüssen im Osten Tschechiens Überschwemmungen. Auch in Serbien und im südlichen Polen stehen viele Dörfer unter Wasser.

Angespannt war die Lage am Freitag an der Olsa in Cesky Tesin, wie das tschechische Fernsehen berichtete. Dort versuchte die Feuerwehr, die Gefahr mit Sandsack-Barrieren zu bannen. Die Behörden sprachen für die Regionen Mährisch-Schlesien, Olmütz (Olomouc) und Zlin Hochwasser-Warnungen aus.

Es wurden weitere Regenfälle erwartet. Zugleich sorgte ein Sturm für umgestürzte Bäume auf Straßen und Eisenbahnstrecken. Die Feuerwehr musste bis Freitagvormittag zu mehr als 300 wetterbedingten Einsätzen ausrücken.

Überschwemmungen auch in Serbien und Bosnien

Tagelanger sintflutartiger Regen hat in Serbien und Bosnien zu schweren Überschwemmungen geführt. Die Regierung in Belgrad rief am Donnerstag für mehrere besonders betroffene Regionen Katastrophenalarm aus, mindestens drei Menschen kamen in den Fluten ums Leben. Tote wurden aus Umcari südöstlich der Hauptstadt, Lajkovac im Westen und Topola im Zentrum gemeldet. Mehr als 600 Menschen mussten im Westen und Südwesten Serbiens aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. In Belgrad und 18 weiteren Städten sollen die Schulen bis Ende der Woche geschlossen bleiben.

Die wichtigste Auto-Verkehrsachse, die Belgrad mit dem Südwesten des Landes und Montenegro verbindet, war wegen der Fluten und Bergrutschen streckenweise gesperrt. Auch der Bahnverkehr in Richtung Montenegro und Nis war unterbrochen. Die Armee kam obdachlos gewordenen Menschen zur Hilfe, nachdem es zwei Tage lang ununterbrochen geregnet hatte. Die serbische Regierung rief die EU und Russland zu Hilfen auf.

Auch Bosnien rief für mehrere Regionen Katastrophenalarm aus. Betroffen waren vor allem das Zentrum und der Nordosten des Landes. Dort waren die schlimmsten Regenfälle seit 120 Jahren niedergegangen und hatten mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen. Die Hauptstadt Sarajevo wurde ebenso wie die Städte Zenica, Bijeljina und Tuzla in Mitleidenschaft gezogen. Hunderte Häuser wurden überschwemmt oder von der Außenwelt abgeschnitten. In Sarajevo waren rund 3500 Haushalte ohne Strom. Auf mehreren Straßen des Landes war der Verkehr unterbrochen.

Auch in Polen stehen viele Dörfer unter Wasser

Starker Regen und heftige Stürme haben in Polen schwere Schäden und lokale Überschwemmungen verursacht. In Warschau wurde eine Frau von einem herabstürzenden Ast erschlagen, und in der Stadt Debica ertrank ein Mann, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete. Landesweit wurde in 51 Bezirken Hochwasseralarm ausgelöst - am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Umgestürzte Bäume und Hochwasser blockierten zahlreiche Straßen und beschädigten Stromleitungen - mehr als 60 000 Haushalte waren ohne Strom. Die Feuerwehr musste zu über 2000 Einsätzen ausrücken. Die starken Niederschläge sollen noch über das Wochenende andauern.

Dramatische Bilder der Flut in Polen

Nach heftigen Regenfällen: Flut in Polen

dpa/AFP

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