Gewaltorgien in Haiti

Port-au-Prince - Die Lage in Haiti spitzt sich zu: Den Ärzten gehen nach der Erdbebenkatastrophe die Medikamente aus. Außerdem soll es in dem Land vermehrt zu Vergewaltigungsorgien kommen.

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In einigen Krankenhäusern gebe es kaum noch elementarste Dinge wie Antibiotika und Schmerzmittel, berichten die Mediziner. Dr. Nancy Fleurancois, eine freiwillige Helferin in dem beschädigten Krankenhaus der Küstenstadt Jacmel, erklärte am Donnerstag einer UN-Delegation, dass sie und ihre Kollegen täglich 500 Patienten behandelten. Für viele sei es der erste Besuch bei einem Arzt seit dem verheerenden Beben vom 12. Januar. Man brauche dringendst Antibiotika und chirurgische Hilfsmittel, sagte sie. “Man sieht die Leute hierher kommen, und sie stehen an der Schwelle des Todes“, sagte die gebürtige Haitianerin, die aus den USA in ihre Heimat zurückkehrte um zu helfen. “Weitere Hilfe ist nötig.“

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Nach Angaben von Helfern steht die Lieferung von Medikamenten generell nur an dritter Stelle hinter Lebensmitteln und Zelten. Der Grund, warum es bei all diesen dringend benötigten Dingen zu Engpässen kommt, ist der gleiche: Der Bedarf ist so gewaltig, und es ist einfach nicht möglich, die Vorräte schnell genug nach Haiti zu bringen und in dem Staat mit seiner zerstörten Infrastruktur zu verteilen.

Gewaltorgien im Katastrophengebiet

Nach einem Medienbericht werden obdachlose Frauen zunehmend Opfer von Gewalt. Verbrecher, die nach dem Erdbeben geflohen waren, belästigen und vergewaltigen Frauen und junge Mädchen, die in Zelten Zuflucht gesucht haben, sagte der haitianische Polizeichef Mario Andrésol nach Informationen von blick.ch. Offizielle Zahlen gebe es nicht, Frauenorganisationen in Port-au-Prince alarmierten allerdings die UNO.

dapd/mm

Rubriklistenbild: © dpa

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