Schadenregulierer bei den Hobbits

So teuer wären Versicherungskosten in Mittelerde

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Zauberer Gandalf kann den Krieg in Mittelerde nicht verhindern. Wäre das das echte Leben, hätten die Schäden im dritten Hobbit-Teil über 333 Millionen Euro gekostet.

Mittelerde - Epische Kriege in Mittelerde: In "Die Schlacht der fünf Heere", dem dritten Teil der Hobbit-Saga, fliegen ordentlich die Fetzen. Die Allianz hat nachgerechnet, wie viel Schaden entstanden ist.

"Die Schlacht der fünf Heere" heißt der dritte und letzte "Hobbit"-Film, der gerade erst in den Kinos angelaufen ist. Der Name ist Programm. Kriege, epische Schlachten, zerstörte Städte und viele Tote, so die Schadensbilanz des Films. Wie viel würde das Leinwand-Gemetzel eigentlich im realen Leben kosten? Noch dazu, wenn die die Bewohner Mittelerdes versichert wären? Darüber haben sich jüngst zwei Mitarbeiter der Allianz Gedanken gemacht und "Die Schlacht der fünf Heere" aus Gutachtersicht bewertet.

Am teuersten käme die Versicherung wohl der Angriff des Drachen Smaug auf die Seestadt. Geschätzte 1200 Einfamilienhäuser in Holzbauweise, 250 Holzboote, ein Regierungssitz und ein Alarmturm fallen in der Szene Smaugs Feuer zum Opfer, dazu kommen zahlreiche Tote und Verletzte. Die Bilanz der Versicherer: 90 Millionen Euro - nur für die Stadt. Personenschaden exklusive. Außerdem geht im neuen "Hobbit"-Streifen ein wertvoller Goldschatz baden, der sich aber laut Einschätzung der Allianz-Experten wieder vom Grund des Sees bergen ließe. Kosten dafür: Etwa 98.000 Euro.

Gutachter bewerteten alle drei "Hobbit"-Filme

Ebenfalls teuer kommt die Zerstörung des historischen Kleides der Elbin Galadriel. Die Versicherungs-Experten schreiben dazu: Das Kleid sei von unschätzbarem Wert, man könne Galadriel in diesem Fall daher nur einen Vergleich anbieten (85.000 Euro). Ob sie sich darauf wohl einlassen würde?

Bei all den zerstörten Häusern, Waffen, Stadtmauern und Co. darf eines nicht vergessen werden: Der massive Personenschaden! 500 Menschen werden allein bei Smaugs Angriff getötet. Viele weitere tausend Menschen, Orks, Elben und Zwerge sterben bei der Endschlacht. Für die Personenschäden errechnet die Allianz Kosten in einer Höhe von 235.301.200 Euro. Damit kommen für den gesamten Film über 333 Millionen Euro Schaden zusammen - ein beachtliches Sümmchen.

Die beiden Gutachter haben für das Allianz-Magazin "1860" aber nicht nur Teil drei unter die Lupe genommen, sondern alle "Hobbit"-Filme. In der gesamten Triologie entstand nach Einschätzungen der Fachleute ein Gesamtschaden von über 670 Millionen Euro.

"Keiner versichert solche Chaoten"

Das Fazit der beiden Gutachter: "Nach drei Großschäden hat sich die Allianz Versicherungs-AG entschlossen, der Familie Eichenschild kein weiteres Versicherungspaket anzubieten. Da sich kein anderes global operierendes Finanzunternehmen finden wird, das solche Chaoten versichert, kann der Versicherungsmarkt in Mittelerde als kollabiert gelten."

Sie raten dem Ober-Zauberer Saruman entweder den Versicherungsmarkt von Mittelerde zu verstaatlichen oder einen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu gründen. Ob sich die verfeindeten Parteien darauf einlassen würden, ist jedoch fraglich. 

Weitere Folgen der Rubrik "Schadenakte" sind auf der Webseite des Kundenmagazins 1860 zu finden. Die Experten nehmen sich regelmäßige fiktive Geschichten aus Filmen an und berechnen deren Schaden.

mik

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