Japanerin unter Verdacht

Witwe (67) soll Serien-Gattenmörderin sein

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Die 67-jährige Chisako Kakehi bei ihrer Verhaftung.

Kyoto - In Japan soll eine Frau ihren Mann kurz nach der Hochzeit vergiftet haben, um ans Erbe zu kommen. Es war nicht das erste Mal, dass die 67-Jährige einen Lebenspartner beerbte.

Eine japanische Witwe, deren Ehemänner und Lebenspartner nach kurzer Beziehungsdauer starben, ist wegen Mordverdachts in Haft gekommen. Die Polizei in der Provinz Kyoto übergab den Fall der 67-Jährigen am Donnerstag an die Staatsanwaltschaft. Sie war kurz zuvor wegen dringenden Tatverdachts festgenommen worden, ihren 75 Jahre alten Mann im Dezember mit Zyanid vergiftet zu haben. Die beiden hatten sich über eine Partnervermittlungsagentur kennengelernt und einen Monat vor dem Tod des Mannes geheiratet, berichteten japanische Medien. Die Witwe wies den Vorwurf zurück, ihren Mann vergiftet zu haben.

Die Frau hat bereits viermal geheiratet. Sie soll zudem weitere Partner gehabt haben, die allesamt nach nur wenigen Jahren Beziehung gestorben seien. Sie soll mehr als 100 Millionen Yen (etwa 680 000 Euro) geerbt haben.

Im Blut des letzten Ehemanns sei Zyanid gefunden worden, meldete der Fernsehsender NHK. Die Polizei entdeckte im Haus der Frau leere Kapseln. Sie soll versucht haben, Schlaftabletten für ihren Mann zu kaufen. Da sie kein Rezept hatte, soll sie ihrem Mann zunächst chinesische Kräuter mit ähnlicher Wirkung und dann Zyanid in einer der Kapseln verabreicht haben, vermutete die Polizei. Wie die Beschuldigte an das Zyanid gekommen sein soll, könne die Polizei allerdings nicht beweisen, hieß es in Medienberichten.

Unterdessen rollen die Ermittler einen anderen Fall neu auf: Bei einem 71 Jahre alten Mann sollen ebenfalls Spuren von Zyanid im Blut gefunden worden sein. Er soll der Frau nahegestanden haben. Er starb demnach im März 2012 bei einem Unfall auf seinem Moped. Der Mann soll eine Herzkrankheit gehabt haben.

Die Polizei entdeckte im Haus der Verhafteten sowie in einem anderen Haus, wo sie bis zur Heirat mit ihrem letzten Ehemann gelebt haben soll, mehrere Bücher über Medizin, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Ihr Ehemann soll vor seinem plötzlichen Tod gesund gewesen sein. Er habe mehrere Millionen Yen besessen, von denen seine Witwe einen Teil geerbt habe.

dpa

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