Rührende Spendenaktion

Chrissy ist die jüngste Brustkrebspatientin der Welt

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Die achtjährige will mutig gegen den Krebs kämpfen.

Salt Lake City - Ein trauriger Rekord. Sie ist die wohl jüngste Brustkrebspatientin der Welt. Die Kleine hat noch nicht mal das Teenageralter erreicht. Aber es besteht Hoffnung für sie.

Ein achtjähriges Mädchen gilt als eine der weltweit jüngsten Brustkrebs-Patientinnen. Bei Chrissy Turner aus Centerville im US-Bundesstaat Utah ist nach US-Medienberichten eine seltene Krebsform diagnostiziert worden, bei der Untersuchungen zufolge eine gute Chance auf Heilung besteht. „Es war unheimlich, als ich das erste Mal davon erfahren habe“, sagte die Achtjährige dem TV-Sender ABC4 Utah News. „Aber ich weiß, dass ich es besiegen kann und ich werde es besiegen.“

Das Mädchen hat schon einen Termin für eine Operation im Huntsman Cancer Institute in Utah. Über eine Spendenkampagne, die Freunde der Familie gestartet haben, wurden bereits mehr als 50 000 US-Dollar (umgerechnet 47 000 Euro) für die Behandlung gesammelt.

Der Fall erstaunt auch Experten in Deutschland. Stefan Pfister, Leiter der Pädiatrischen Neuroonkologie am Deutschen Krebsforschungsinstitut Heidelberg, ist spezialisiert auf Krebserkrankungen im Kindesalter: „Aus den vergangenen 35 Jahren ist mir aus Deutschland nur ein einziger Fall bekannt, in dem ein 15-jähriges Mädchen an Brustkrebs erkrankte. Im aktuellen Fall sind vermutlich genetische Faktoren für die Krebsentstehung verantwortlich, da beide Eltern des Mädchens bereits an Krebs erkrankten.“ Typischerweise leiden am sogenannten sekretorischen Karzinom Frauen im Alter von etwa 15 bis 30 Jahren. Somit falle die Achtjährige deutlich aus dem typischen Raster für diese Erkrankung.

Jährlich werden in Deutschland rund 2000 neue Krebserkrankungen bei Kindern unter 18 Jahren diagnostiziert. Nur rund zehn Prozent der Tumore sind laut Pfister vererbt, bei den restlichen ist unbekannt, wie sie entstehen. Zu den häufigsten Krebserkrankungen bei kleinen Kindern zählen beispielsweise Leukämie und Hirntumore.

dpa/mt

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