In unterirdischem Bunker

Junge (6) weiter in Gewalt von Geiselnehmer

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Diesen Schulbus hatte der Mann überfallen

Washington - Der US-Staat Alabama erlebt ein Geiseldrama um einen sechsjährigen Jungen. Der mutmaßliche Täter hat das Kind bereits seit mehr als einen Tag in seiner Gewalt. Die Polizei sucht fieberhaft nach einer Lösung.

Die Geiselnahme eines sechsjährigen Jungen im US-Bundesstaat Alabama ist in die zweite Nacht gegangen. Der mutmaßliche Täter halte den Schüler weiter in seinem selbst gebauten unterirdischen Bunker gefangen, bestätigte die Polizei in Midland City am Mittwochabend (Ortszeit). Der Mann hatte am Dienstag einen Schulbus überfallen, den Fahrer erschossen und den Sechsjährigen in seine Gewalt gebracht. Am Mittwochabend hofften Einsatzkräfte weiter auf Möglichkeiten, den Jungen zu befreien.

Der Verdächtige habe zugelassen, dass die Polizei ihm Medikamente für das autistisch Kind über ein Rohr zureichte. Auch ein Malbuch für den Kleinen habe er angenommen. Es war unklar, ob der Junge in Verbindung mit dem Geiselnehmer steht. „Wir haben keine Gründe zu glauben, dass das Kind verletzt wurde“, sagte der Sheriff des Bezirks Dale County, Wally Olson, laut dem TV-Sender NBC. Geiselexperten der Polizei stünden in Verhandlungen mit dem Mann.

Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Täter um einen Militärveteran im Alter um die sechzig. Er werde von Nachbarn als Einzelgänger beschrieben, der sich mit seinem Bunker vor einer Katastrophe schützen wolle. Er habe das Erdloch über lange Zeit unermüdlich in seinem Garten ausgehoben, gelegentlich auch mitten in der Nacht. Zudem habe er mit radikalen Parolen gegen die Regierung auf sich aufmerksam gemacht.

Zeugen erzählten dem Sender Fox News, dass der mutmaßliche Täter am Dienstag in den Bus gestürmt sei und „ein Kind“ verlangt habe, weil „das Gesetz“ hinter ihm sei. Ein Pastor sagte CNN, dass Zeugen beobachtet hätten, wie der Mann den Fahrer mit vier Schüssen erschossen habe.

dpa

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