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Erotik-Kalender: Schützen machen sich nackt für die Armen

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Von: Dorothea Backovic

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Sexy mit Flieger-Modell und Fliege: Herbie Göritz ist Luftfrachtunternehmer. Für die Armenküche in der Düsseldorfer Altstadt machte der 71-Jährige den Spaß gern mit. © Frankenhauser Fotografie Düsseldorf

Düsseldorf. Für den guten Zweck ziehen die Schützen blank: Diese Vereinsmitglieder aus Düsseldorf unterstützen mit nackten Tatsachen eine Armenküche in Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt 13 Männer, die zum dritten Zug der Gesellschaft Reserve gehören, haben sich bei einer spontanen Aktion dazu entschlossen, die Hüllen für den guten Zweck fallen zu lassen. Kürzlich veranstaltete die Gesellschaft einen Ball. "Wir saßen an diesem Abend im Smoking zusammen, da kam uns die Idee", berichtet Jörg Schnorrenberger. Der Geschäftsführer der gleichnamigen Immobilien-Gruppe ließ sich ebenfalls ablichten.

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Jörg Schnorrenberger

Die Düsseldorfer Schützen, die unter dem Dach des St. Sebastianus Schützenvereins stehen, hatten sich während des Balles darüber unterhalten, dass der Playboy und der berühmte Pirelli-Kalender nun auf Nacktbilder verzichten wollen. Da also diese Gallionsfiguren der Nacktheit ohne Nackte auskommen wollten, überlegten sich die Düsseldorfer Schützen, ihre Körper in Szene zu setzten. Und damit solch ein Kalender nicht nur die Models schmunzeln lässt, sondern auch einen Sinn hat, war für die Schützen klar, dass sie damit eine wohltätige Sache unterstützen wollen. "Der Großteil des Geldes geht direkt an die Altstadt-Armenküche in Düsseldorf. Auch unser Verein ist in der Altstadt beheimatet. Da lag diese Entscheidung nahe", sagt Schnorrenberger. Der Kalender ist in zwei Preisklassen erhältlich. Einmal für 19 Euro und einmal für 29 Euro. Nur die Druckkosten, die der Verein hatte, werden durch den Verkauf gedeckt. Wer einen Kalender für 19 Euro kauft, gibt davon 15 Euro an die Armenküche ab.

Die Umsetzung übernahm Marc Frankenhauser. Der Fotograf hat ein eigenes Studio in Düsseldorf und gehört ebenfalls zu den Schützen. Er lichtete die Truppe an zwei Tagen ab. Auf jedem Bild - mit Titel sind es 13 - ist ein Schütze mit einem oder mehreren Gegenständen zu sehen, die den jeweiligen Beruf des Nachwuchsmodels symbolisieren. "Wir hatten Spaß und haben viel gelacht, als die Bilder gemacht wurden", erinnert sich Schnorrenberger. Pro Person brauchte Frankenhauser etwa eine Stunde, um das perfekte Motiv zu inszenieren. Auch ein zweites Mal würden die Schützen so eine Aktion starten, um Bedürftige zu unterstützen. "Die Frage ist nur, ob so ein Gag auch ein zweites Mal zieht", sagt Schnorrenberger.

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