Empörung in den USA

Jugendliche prügeln 920 Hühner mit Golfschläger tot

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In Kalifornien haben Jugendliche 920 Hühner grausam getötet.

Los Angeles - Empörte Twitter-Nutzer sprechen von einem Massaker: Mitten in der Nacht brechen Jugendliche in den USA in einer Hühnerfarm ein und schlachten Hunderte Tiere ab. Was die mutmaßlichen Täter antrieb, ist ein Rätsel.

Sie sollen 920 Hühner mit einem Golfschläger und einem Stock totgeschlagen haben - nun sind vier Jugendliche im US-Staat Kalifornien festgenommen worden. Sie hätten die Tiere auf einem Bauernhof im Bezirk Fresno County abgeschlachtet, teilte die Polizei am Donnerstag  mit.

Der Vorfall ereignete sich bereits vor knapp drei Wochen. Die vier Jungen zwischen 15 und 18 Jahren sollen nachts eine Wand des Hühnerstalls durchbrochen und dann auf die Tiere losgegangen sein. Anschließend seien sie geflüchtet. Der entstandene Schaden lag bei etwa 5000 Dollar (knapp 4000 Euro).

Das mutmaßliche Schläger-Quartett muss sich nun wegen Einbruchs und schwerer Misshandlung von Tieren verantworten. Die Betreiber des Bauernhofes bezeichneten die Tat laut einem Bericht der „Los Angeles Times“ als „skrupellosen Akt der Tierquälerei“. Auf Twitter teilte der Bauernhof mit, man werde Quälerei von Tieren nicht hinnehmen.

Polizeisprecher Christian Curtice sagte einem Bericht des Senders ABC zufolge, die vielen Hinweise von Anwohnern hätten zu den Festnahmen geführt. „Wir haben hier tatsächlich mehr Tipps bekommen, als wir bei Tötungsdelikten bekommen.“ Auch die soziale Medien hätten geholfen, die Ermittler ans Ziel zu bringen. Curtice bezeichnete die Tat als einen „Akt von Psychopathen“.

Die Farm und der Animal Legal Defense Fund, der sich zum Schutz von Tieren einsetzt, hatten zuvor eine Belohnung von insgesamt 10.000 Dollar für Hinweise versprochen, die zur Festnahme der Täter führen. Tierquälerei ist im Staat Kalifornien eine schweres Verbrechen und wird mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldbuße in Höhe von 20.000 Dollar bestraft. Was die mutmaßlichen Täter zu ihrer Gräueltat trieb, dürfte erst im anstehenden Gerichtsprozess ans Licht kommen.

dpa

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