Im Vatikan

Katholische Kirche berät über Familie und Sexualmoral

Rom - Ist die Kirche mit ihrer Lehre nah am heutigen Menschen? Erstmals diskutiert eine katholische Synode die Meinung der „einfachen“ Kirchenmitglieder zu Fragen von Ehe und Familie.

Bischöfe aus aller Welt kommen an diesem Wochenende im Vatikan zusammen, um zwei Wochen lang über die Lehre der katholischen Kirche zu Familie und Sexualmoral zu beraten. Der Vatikan präsentierte am Freitag Details des Programms des Treffens der Kirchenoberen, das an diesem Sonntag (10.00) mit einer Messe im Petersdom von Papst Franziskus eröffnet wird. Die eigentliche Arbeit soll am Montag beginnen. Beschlüsse sind von dem Treffen nicht zu erwarten. Es dient zur Vorbereitung einer weiteren Synode im kommenden Jahr. Die Ergebnisse der anstehenden Beratungen sollen in ein Abschlussdokument einfließen.

Konkret geht es bei der Synode um Themen wie Scheidung, Abtreibung oder die Homo-Ehe. Dazu wurde ein Arbeitspapier auf Grundlage von Umfragen in allen Teilen der Weltkirche erstellt. Das Dokument zeigt, dass für viele Gläubige eine Kluft zwischen ihrer Lebenswirklichkeit und der Lehre der katholischen Kirche besteht.

Kurz vor Beginn der Bischofssynode hob der Papst noch einmal die Bedeutung der Familie hervor. „Glückliche Familien sind essenziell für die Kirche und die Gesellschaft“, ließ der Papst am Freitag über Twitter verbreiten.

Der Kurznachrichtendienst soll nach Angaben des Generalsekretärs der Bischofssynode, des Kurienkardinals Lorenzo Baldisseri, auch im Laufe der zwei Wochen genutzt werden, wie er am Freitag bei der Vorstellung des Programms in Rom sagte. Die Beratungen finden hinter verschlossen Türen statt, die Öffentlichkeit soll aber täglich über den Verlauf informiert werden.

Insgesamt 191 Teilnehmer hat die Synode, darunter neben den Vorsitzenden der Bischofskonferenz auch Laien. Aus Deutschland nehmen der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und die Berliner Familienberaterin Ute Eberl teil.

dpa

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