Motten, Waschmaschine oder Verschwörung?

Kleine Löcher nach der T-Shirt-Wäsche - daran liegt's

+
Ärgerlich: In den gewaschenen T-Shirts finden sich plötzlich kleine Löcher

München - Motten, Waschmaschine oder Verschwörung? Eine TV-Studie untersucht, woher die kleinen Löcher nach dem Waschen von T-Shirts entstehen.

Wer kennt es nicht - nach dem Waschen haben die T-Shirts kleine Löcher. Nicht selten treten diese seltsamerweise in der Nähe des Bauchnabels auf. Selbst neue T-Shirts sind vor ihnen nicht sicher. Nur woher kommen sie? Der Sender WDR hat in der Sendung "Service Zeit" nun die Ursachen für die Löcher untersucht.

Weder Motten noch Waschmaschine sind schuld

Motten tragen hierbei wohl eher keine Schuld. Die kleinen Tierchen seien Feinschmecker: Sie verspeisen vor allem hochwertige Wolle und Seide - keine Baumwolle.

Auch die Waschmaschine ist laut der Untersuchung meistens nicht der Grund für die Löcher. Durch die Faseraufquellung im Wasser können beschädigte Fäden zwar reißen und unsichtbare Risse zu Löchern werden - weswegen man die Löcher dann auch besonders oft zuerst bemerkt. In diesem Fall waren sie aber schon zuvor kaputt. Ein Tipp: Die Waschtrommel mit einer Nylonstrumpfhose auswischen. Keine Laufmasche bedeutet, dass die Trommel nicht der Grund für die Löcher ist. 

Böse Absicht der Hersteller?

Die Sendung greift noch eine Theorie auf: Die Löcher sollen böse Absicht der Hersteller sein. Immerhin profitieren diese am meisten davon, wenn man ein neues T-Shirt kaufen muss.

Christian Kreiß, Autor des Buches "Geplanter Verschleiß", sagt in der Sendung: "Das ist geplant. Gerade bei Markenherstellern mit Kundentreue besteht ein Anreiz, die Haltbarkeit nicht zu lange zu machen. Wir als Kunden werden über den Tisch gezogen." Das zu belegen, tut sich die Sendung verständlicherweise schwer - und präsentiert stattdessen den wahren Übeltäter.

Die wahren Übeltäter

Gürtelschnallen und Reißverschlüsse sollen Schuld sein an den Löchern. Durch permanente Reibung an den scharfkantigen Objekten würde das Garn immer mehr beschädigt, bis sich die Maschen auflösen. Eine große Rolle spiele hierbei auch die Qualität, denn minderwertiges Garn ist um ein Vielfaches anfälliger für Schäden als hochwertiges. Dicke Shirts hielten den Belastungen auch länger stand als dünne, zeigt die Studie.

Motten, Waschmaschine oder Verschwörung - auf gute Qualität zu achten, hilft auch beim Kampf gegen die ominösen kleinen Löcher. Oder eben einfach mal den Gürtel weglassen ...

cg

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.