Kommentar zu Daniel Fischer und hr3: Pleite mit Privatstar

Frankfurt. Der Radiosender hr3 und Moderator Daniel Fischer (39) gehen schon nach einem halben Jahr wieder getrennte Wege. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Matthias Lohr.

Anfang des Jahres sah man Daniel Fischer häufiger als den Ehepartner. Ganz Hessen war vollgeklebt mit Plakaten, die für den prominenten Radiomoderator und seinen neuen Arbeitgeber, den Hessischen Rundfunk (hr), warben. Fischer kam von FFH zu hr3. Es war, als wäre Benedikt Höwedes von Schalke 04 zu Borussia Dortmund gewechselt.

Nicht einmal ein halbes Jahr später wird die Ehe wieder geschieden. Sie war ein teures Missverständnis für alle Beteiligten – außer FFH, das den verlorenen Sohn gern wieder aufnimmt. Fischer fühlte sich offenkundig nicht wohl bei der öffentlich-rechtlichen Anstalt. Die Kollegen dort sollen gefremdelt haben mit ihm. Und die hr3-Hörer trauten ihren Ohren nicht, wenn Fischer seine Späße machte. Einmal verloste er Schönheits-OPs unter den Hörern. Eine Gewinnerin ließ sich die Waden verschlanken. Solch flache Gags kamen nicht gut an.

 Zuletzt verlor die Pop-Welle weiter Hörer. Es ist nie gut, wenn die Öffentlich-Rechtlichen die Privaten kopieren. Das war auch bei der ARD so, als sie Günther Jauch von RTL einkaufte. Die Fälle Jauch und Fischer zeigen: Gebührenfinanziertes Programm darf nicht zu sehr auf die Konkurrenz schauen. Sonst macht es sich überflüssig.

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