Kommentar zu Preisvergleichsportalen: Klarheit geschaffen

Das Landgericht München hat dem Preisvergleichsportal Check24 größere Transparenz für seine Nutzer verordnet. Dazu ein Kommentar von Ullrich Riedler.

Im Wust der Tarife und Angebote blickt kaum ein Kunde durch. Zum Glück bieten Vergleichsportale ihre Dienste im Internet an: So lässt sich bei Versicherungen, Flügen und Stromtarifen per Mausklick scheinbar schnell und einfach das Schnäppchen ermitteln. Denkste!

Denn was ist, wenn etwa der Branchenführer eigene Geschäftsinteressen verfolgt? Das Landgericht München hat Check 24 nun dazu angehalten, alle Karten auf den Tisch zu legen. Denn kaum einer weiß, dass das Portal auch Verträge vermittelt und dafür Provisionen kassiert. Künftig muss, wer Makler ist, das auch sagen und dementsprechend informieren.

Das Urteil ist daher ein Sieg für den Verbraucherschutz. Mit ihm können aber auch Kläger und Beklagte gut leben: Die Versicherungskaufleute, die jetzt mit dem Konkurrenten wieder auf Augenhöhe arbeiten. Und sogar Check 24 selbst, weil die Richter deren Geschäftsmodell nicht grundsätzlich infrage stellten.

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