Kritik am Chef: Worauf Mitarbeiter achten sollten

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Niemand hört gerne Kritik. Wer sich bei der Chefin beschweren will, formuliert lieber gleich einen Verbesserungsvorschlag. Foto: Monique Wüstenhagen

Monatelang haben Arbeitnehmer sich geärgert, nun steht das Mitarbeitergespräch mit dem Vorgesetzten an. Kann man da Kritik anbringen? Und wenn ja, wie verpackt man die?

Freudenberg (dpa/tmn) - Wollen Mitarbeiter Kritik am Chef äußern, sollten sie nicht mit der Tür ins Haus fallen. "Viele Vorgesetzte sind überhaupt nicht kritikfähig", sagt Juliane Dreisbach, Psychologin aus Freudenberg. Umso wichtiger ist deshalb, kritische Anmerkungen richtig zu verpacken.

Verbesserungsvorschlag machen: Mitarbeiter sollten Kritik am Vorgesetzten immer mit einem Verbesserungsvorschlag verknüpfen. Stört Mitarbeiter ein bestimmtes Verhalten, wissen sie idealerweise, wie es stattdessen besser wäre. Ein Beispiel: Ein Vorgesetzter wirft zwei Mitarbeiter aus einem Team immer in einen Topf und unterscheidet nicht, wer was leistet. Hier kann ein Vorschlag lauten: Ich würde mir wünschen, dass wir eine Liste machen, welcher Mitarbeiter welche Aufgaben übernimmt.

Gespräch rasch suchen: Viele warten mit der Kritik so lange, bis sie richtig sauer sind. Dann passiert es schnell, dass ein Gespräch eskaliert. Statt auf das jährliche Mitarbeitergespräch zu warten, ist es oft besser, von sich aus bereits zu einem früheren Zeitpunkt das Gespräch zu suchen und die problematischen Punkte anzusprechen.

Ruhigen Moment abwarten: Wie gut das Gespräch läuft, hängt wesentlich davon ab, wann Mitarbeiter und Vorgesetzter sich unterhalten. Arbeitnehmer sollten sich für so ein Gespräch immer einen Termin geben lassen und es nie spontan führen. Während der Unterhaltung ist es wichtig, immer sachlich und wertschätzend bleiben.

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