Die Reue kam kurz darauf

Kuriose Gangster rauben Kardinal von Rio aus

Rio de Janeiro - Auf den Kardinalsring des Erzbischofs von Rio hatten sie es abgesehen, auch das Kreuz und sein Handy ließen sie mitgehen. Doch vorher taten die Gangster etwas völlig Kurioses.

Rios Erzbischof, Kardinal Orani João Tempesta, ist von drei bewaffneten Männern ausgeraubt worden. Der Geistliche war am Montagabend (Ortszeit) in Rio de Janeiro mit einem Fahrer, einem Fotografen und einem Priesteramtskandidaten unterwegs, als sein Wagen im historischen Ortsteil Santa Teresa gestoppt wurde, wie der Kardinal über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Räuber erkannten zwar den populären Geistlichen, ließen sich aber von der Tat nicht abhalten.

Immerhin baten sie den im Februar zum Kardinal ernannten Orani Tempesta noch um Entschuldigung, bevor sie ihm den Kardinalsring, das Kreuz sowie das Handy abknöpften, wie Medien am Dienstag übereinstimmend berichteten.

Die Reue kam kurz danach. Denn die Täter legten die meisten geraubten Gegenstände an den Straßenrand, wo die Polizei sie wenig später fand. Weder das Kreuz noch der Ring waren aus Gold. Der Kardinal, der zuvor eine Messe gefeiert hatte, ließ sich ohnehin nicht erschüttern. Er fuhr nach dem Überfall wie geplant zu einer Diskussionsrunde.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.