Laser sucht Staubpartikel in der Luft

Der Lichtstrahl gehört zu einem Lasermessgerät, das der Deutsche Wetterdienst auf seinem Hohenpeißenberger Observatorium betreibt. Foto: Ulf Köhler/Deutscher Wetterdienst DWD
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Der Lichtstrahl gehört zu einem Lasermessgerät, das der Deutsche Wetterdienst auf seinem Hohenpeißenberger Observatorium betreibt. Foto: Ulf Köhler/Deutscher Wetterdienst DWD

Hohenpeißenberg (dpa) - Mit einem in klaren Nächten weithin sichtbaren Laserstrahl sind Meteorologen Staubpartikeln in der Luft auf der Spur. Der grüne Strahl steht senkrecht über dem Gipfel des Hohen Peißenbergs südwestlich von München und reicht scheinbar ins Unendliche.

Nicht nur Hobbyfotografen interessieren sich für das Spektakel, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiß.

Der Lichtstrahl gehört zu einem Lasermessgerät, das der DWD auf seinem Hohenpeißenberger Observatorium betreibt. Damit werden Staubpartikel in der Atmosphäre gemessen. Trifft der Laserstrahl - er erlaubt Messungen bis in 15 Kilometer Höhe - auf Partikel, reflektieren die Teilchen einen Teil der Strahlung zurück.

Ein Spiegelteleskop am Messgerät fängt die Streustrahlung auf. Aus der Laufzeit des Lichtsignals vom Sender zum Empfänger sowie der Intensität und Wellenlänge des zurückgestreuten Lichts gewinnen die Forscher Einblicke in die Struktur der unteren Atmosphäre.

Auslöser für die Anschaffung des Messgeräts war ein Vulkanausbruch 2010. Damals wurden Ascheteilchen aus Island über halb Europa transportiert. Wochenlange Flugverbote waren die Folge. Mit Hilfe des Geräts könne die Konzentration solcher Partikel nun viel genauer bestimmt werden, so der DWD. Die Informationen sind im Krisenfall Grundlage von Flugraumsperrungen über Süddeutschland. Die Forscher interessieren sich aber auch für Saharastaub. Selbst Rauchspuren von Waldbränden in Nordamerika, Sibirien und Afrika werden beobachtet.

Um Flugzeugpiloten im Anflug auf den Münchner Airport nicht zu blenden, wird der Laser bei sich nähernden Maschinen abgeschaltet. Für Beobachter vom Boden aus ist er hingegen keine Gefahr.

Deutscher Wetterdienst

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