Lehrer wegen Freiheitsberaubung vor Gericht

+
Zu Beginn des Prozesses bestritt der Angeklagte die Vorwürfe. Foto: Rolf Vennenbernd

Nachsitzen mit Folgen: Ein Lehrer soll Schülern eine Strafarbeit aufgebrummt und sie am Verlassen der Klasse gehindert haben. Die Schüler riefen die Polizei. Vor Gericht bestreitet der Pädagoge die Vorwürfe.

Neuss (dpa) - Ein Realschullehrer soll seinen Schülern eine Strafarbeit aufgebrummt haben und steht nun wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor dem Neusser Amtsgericht. Zu Beginn des Prozesses bestritt der Pädagoge die Vorwürfe.

Er habe einem Jungen weder in den Bauch geboxt noch jemanden eingesperrt, gab er an. Weil es in der Klasse trotz Ermahnung zu laut gewesen sei, habe er den Unterricht in schriftlicher Form weitergeführt. Strafarbeit wollte er diese Maßnahme aber nicht nennen.

Laut Anklage hatte der 50-Jährige die Schüler nicht aus dem Raum lassen wollen, ehe sie die Strafarbeit erledigt hätten. Deshalb habe er sich mit seinem Stuhl in den Türrahmen gesetzt. Als ein Junge dennoch gehen wollte, soll er ihm so heftig gegen den Bauch gestoßen haben, dass der Schüler Schmerzen hatte. Schließlich rief ein Kind per Handy die Polizei.

Nach der Vernehmung mehrerer Zeugen unterbrach das Gericht die Verhandlung am Mittag. Der Junge, den der Lehrer laut Anklage in den Bauch gestoßen haben soll und der als Zeuge geladen war, war nicht erschienen. Der Prozess soll voraussichtlich am 24. August fortgesetzt werden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.