Alte Beweise werden neu analysiert

Fall Maddie: Scotland Yard wird wieder aktiv

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Im Alter von drei Jahren war Madeleine McCann aus einer portugiesischen Ferienanlage verschwunden.

Lissabon - Mit Hilfe neuer Technik will Scotland Yard nun auf die Spur von Maddie McCann kommen. Auf der Suche nach dem britischen Mädchen sind die Polizisten wieder in Portugal.

Sieben Jahre nach dem Verschwinden von Maddie McCann will Scotland Yard mit neuen Analysen nach dem britischen Mädchen suchen. Die britische Polizei wolle alte Beweisstücke erneut untersuchen lassen, sagte der Präsident des portugiesischen Instituts für Rechtsmedizin (INML), Francisco Brízida Martins, am Mittwoch nach einem Treffen mit fünf Beamten von Scotland Yard in Coimbra.

Es handele sich um genetische und biologische Analysen, die das INML bereits 2007 gemacht habe, die aber heute aufgrund der Fortschritte der Rechtsmedizin mehr ergeben könnten als vor einigen Jahren, sagte der Instituts-Chef. Erst müsse Scotland Yard aber einen formellen Antrag stellen, über den die zuständigen Stellen in Portugal entscheiden würden.

Vor dem rund dreistündigen Gespräch am Hauptsitz des INML in Coimbra rund 200 Kilometer nördlich von Lissabon hatten sich die Beamten in Faro im Süden Portugals auch mit der portugiesischen Kriminalpolizei getroffen. Es war ihre erste Reise nach Portugal nach einer acht Tage langen Suchaktion Anfang Juni.

Beamte beider Länder hatten damals unter anderem mit Spürhunden, Bodenradar und Baggern auf Brachflächen in der Nähe einer Ferienanlage am Algarve-Strand Praia da Luz gesucht, aus der Maddie im Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag während eines Familienurlaubs spurlos verschwunden war. Die Suche blieb ergebnislos. Die portugiesische Justiz hatte ihre Ermittlungen 2008 zunächst eingestellt, nahm sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder auf.

dpa/AFP

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