Auf dem Kennedy Airport

Mafioso wegen Lufthansa-Raubs 1978 vor Gericht

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Ein Lufthansa-Angestellter zeigt am 11.12.1978 auf die Stelle in einer Cafeteria des Kennedy-Airports in New York, an die er sich bei einem Überfall hinlegen musste.

New York - Fast vier Jahrzehnte nach einem spektakulären Raubüberfall auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen hat am Montag ein Prozess gegen einen 80 Jahre alten Mafioso begonnen.

Vincent Asaro wird beschuldigt, beim sogenannten Lufthansa-Raub am Diebstahl von Bargeld und Schmuck im Wert von heute etwa 20 Millionen Dollar (17,7 Millionen Euro) maßgeblich beteiligt gewesen zu sein. Er ist zudem wegen Mordes und Erpressung über einen Zeitraum von 45 Jahren angeklagt.

Asaro nahm neben seinen Anwälten auf der Anklagebank im New Yorker Stadtteil Brooklyn Platz. Er plädierte auf nicht schuldig. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Der 80-Jährige war im Januar 2014 festgenommen worden, zusammen mit seinem Sohn Jerome und weiteren Mitgliedern des berüchtigten New Yorker Bonanno-Clans. Am Lufthansa-Raub soll aber nur Asaro beteiligt gewesen sein.

Das Geld und der Schmuck waren am 11. Dezember 1978 aus dem Frachtzentrum des JFK-Flughafens geraubt worden, nachdem beides zusammen in einer Lufthansa-Maschine aus Deutschland dort eingetroffen war. Mehrere bewaffnete Männer überfielen damals den Tresorraum und raubten binnen einer Stunde Bargeld im Wert von damals etwa fünf Millionen Dollar und Schmuckstücke im Wert von rund einer weiteren Million Dollar.

Von der Beute wurde bislang nichts gefunden. Etwa ein Dutzend mutmaßlich Beteiligte wurden in den Monaten nach dem Raub getötet. Der mutmaßliche Anführer des Raubüberfalls, Jimmy Burke aus dem Lucchese-Clan, starb im Jahr 1996 in Haft an Krebs.

Der Raub auf dem JFK-Airport ist unter anderem Teil des Erfolgsfilms "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" von Regisseur Martin Scorsese aus dem Jahr 1990, der Aufstieg und Fall des kriminellen Netzwerks rund um den Lucchese-Clan beschreibt.

afp

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