Mangelnder Brandschutz

Mädchen sterben bei Feuer in Textilfabrik

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Die Fabrik ist nach dem verheerenden Brand vollkommen zerstört.

Dhaka - Wieder wurde eine Textilfabrik in Bangladesch zur Todesfalle für Arbeiterinnen. Unter den Opfern des Brandes sollen Jugendliche sein. Der Vater eines Opfers erhebt schwere Vorwürfe gegen die Besitzer der Fabrik.

Nach einem erneuten Feuer mit sieben Toten in einer Textilfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka haben die Behörden mangelhaften Brandschutz in dem Unternehmen bemängelt. Ersten Ermittlungen zufolge habe die Fabrik kein Brandschutzzertifikat gehabt, teilte die Feuerschutzbehörde am Sonntag mit. Die Sicherheitsvorkehrungen seien mangelhaft gewesen.

Das Institut für weltweite Arbeit und Menschenrechte teilte mit, zwei der sieben getöteten Arbeiterinnen seien Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren gewesen. Institutsmitarbeiter hätten nach dem Feuer in der Fabrik am Samstag Etiketten von spanischen und französischen Modemarken gefunden.

Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, der Vater einer Toten habe wegen fehlender Brandschutzvorrichtungen Anzeige wegen Fahrlässigkeit gegen drei Besitzer der Fabrik erstattet. Er werfe ihnen vor, dass der Notausgang des dreistöckigen Gebäudes am Samstag verriegelt gewesen sei.

Polizei und Feuerwehr hatten berichtet, dass sechs Opfer erstickt oder in der Massenpanik nach dem Ausbruch des Feuers totgetreten worden seien. 15 Verletzte seien ins Krankenhäuser gebracht worden. In einem Krankenhaus starb nach Polizeiangaben eine weitere Arbeiterin in der Nacht zu Sonntag an ihren Verletzungen.

Die Feuerschutzbehörde hielt einen Kurzschluss für einen möglichen Auslöser des Brandes. Die Feuerwehr kämpfte am Samstag fast zweieinhalb Stunden gegen die Flammen, bis der Brand schließlich unter Kontrolle war. In der Fabrik arbeiteten etwa 500 Frauen.

Erst im vergangenen November starben 112 Textilarbeiter bei einem Fabrikbrand in Dhaka. Das Unglück löste eine Debatte über die Sicherheitsmängel in der heimischen Textilindustrie aus, in der auch viele Kunden aus Deutschland produzieren lassen.

dpa

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