Großmutter als Schutzengel

Mann überlebt Grizzly-Angriff - dank seiner Oma

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Ein Grizzly hat einen Jäger angegriffen

Ein Amerikaner ist mit seinem Bruder in den Rocky Mountains auf Jagd. Doch dann greift plötzlich ein Grizzlybär an - und er überlebt nur dank seiner Großmutter.

Lediglich mit einer Armbrust ausgestattet machen sich die Brüder Chase und Shane Dellwo auf den Weg durch das karge Gelände der Rocky Mountains. Dann trennen sich die beiden - ein verhängnisvoller Fehler. Denn plötzlich steht ein ausgewachsener Grizzlybär vor ihm -und Chase wird von der einen auf die andere Sekunde vom Jäger selbst zum Gejagten. Nach der Attacke kann sich der Amerikaner mit Mühe und Not befreien und überlebt nur wegen seinem ganz persönlichen Schutzengel. Was war passiert?

"Er brüllte das lauteste Brüllen, das ich je gehört habe"

Nachdem Dellwo ein paar Schritte zurückgetaumelt war, griff das 180 Kilogramm schwere Tier an. Weil er zu spät zu seiner Armbrust griff, konnte der Amerikaner die Attacke nicht abwehren - und wurde vom Grizzly am Kopf verletzt. "Er brüllte das lauteste Brüllen, das ich je gehört habe", beschreibt Dellwo seine Horrormomente dem Great Falls Tribune.

Danach schien das Tier Abstand zu halten. Doch schon wenig später schnappte es Dellwos Bein und schüttelte ihn kreuz und quer durch die Luft. Eine eigentlich aussichtslose Situation. Doch dann die Heldentat: Mit seiner Faust rammte er dem Tier seinen rechten Arm - und nun aufgepasst - mitten ins geöffnete Maul. Das Tier fing daraufhin an zu würgen und ließ von Dellwo ab. Den tollkühnen Tipp hatte er einst von seiner Großmutter erhalten. Sie hatte ihm einen Artikel zu lesen gegeben, in dem geschrieben stand, dass größere Tiere einen ausgeprägten Würgereflex hätten. Mit diesem Wissen rettete Dellwo sein Leben. Oma sei Dank!

Dellwo: "Das Tier hatte genauso viel Angst wie ich."

Mittlerweile ist der Attackierte in einem Krankenhaus untergebracht, in das ihn sein Bruder Shane brachte, nachdem sich die beiden wiedergefunden hatten. Dort kuriert Dellwo seine Verletzungen aus; neben Schnittwunden am Kopf und im Gesicht ist auch sein linkes Auge geschwollen und sein Bein verletzt. Angesichts des brutalen Grizzly-Angriffs kann man dieses Schicksal wohl in die Kategorie "Glück im Unglück" einsortieren. Denn eins ist klar: Für Chase Dellwo hätte die Geschichte wesentlich schlimmer enden können.

Dem Bären gibt der mutige Held derweil keine Schuld: "Das Tier hatte genauso viel Angst wie ich. Ich möchte, dass alle wissen, dass es nicht seine Schuld war", nimmt Dellwo den Grizzlybären im Great Falls Tribune in Schutz. Was für ein Happy End!

lp

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