Heilige Islam-Stätten attackiert

Mehrere Selbstmordanschläge in Saudi-Arabien

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Vor der Prophetenmoschee in Medina wurde ein Anschlag verübt.

Medina - Vor der Prophetenmoschee in Medina in Saudi-Arabien, der nach Mekka zweitheiligsten Stätte des Islam, ist am Montag ein Selbstmordanschlag verübt worden.

Vor der Moschee des Propheten in der saudiarabischen Stadt Medina, eine der heiligsten islamischen Stätten, hat sich am Montagabend ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Der in saudiarabischem Besitz befindliche Fernsehsender Al-Arabija zeigte Bilder mit Flammen auf einem Parkplatz und mindestens einem Toten. Der Sender berichtete, der Anschlag habe auf einem den Sicherheitskräften vorbehaltenen Parkplatz stattgefunden.

Davor zündete ein Selbstmordattentäter in der mehrheitlich schiitischen Stadt Katif an der Golfküste in der Nähe einer Moschee einen Sprengsatz. Anwohner berichteten, nur der Attentäter sei ums Leben gekommen.

Schon am Morgen hatte sich in der Hafenstadt Dschiddah am Roten Meer in unmittelbarer Nähe des US-Konsulats ein Attentäter in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Größere Schäden konnten offenbar verhindert werden, weil Sicherheitskräfte in der Nacht zum Montag auf den Mann aufmerksam geworden und eingeschritten seien, teilte das Innenministerium mit. Ob sich der Angriff gezielt gegen das Konsulat richten sollte, werde untersucht. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Diplomatische Vertretungen der USA gelten in Saudi-Arabien als besonders anschlagsgefährdet. Im März vergangenen Jahres hatten die USA ihre Botschaft in Riad und die Konsulate in Dschiddah und Dhahran für mehrere Tage mit Verweis auf "Sicherheitserwägungen" geschlossen.

In den vergangenen beiden Jahren gab es in dem sunnitischen Königreich zudem immer wieder Gewalttaten gegen Sicherheitsbeamte und gegen die schiitische Minderheit, zu denen sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte. IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi hat das saudiarabische Königshaus wiederholt der Tyrannei und des Abfalls vom Glauben bezichtigt und die Bürger aufgefordert, sich gegen die sunnitische Herrscherdynastie zu erheben.

dpa/sid

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