Mutmaßlicher Polizistenmörder

Meistgesuchter US-Verbrecher gefasst

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Eric F. soll einen Polizisten erschossen und einen weiteren schwer verwundet haben.

Washington - Nach wochenlanger Fahndung mit hunderten Beamten im Einsatz hat die Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania einen Mann gefasst, der zu den vom FBI meistgesuchten Verbrechern gehörte.

Der 31-jährige Eric F. soll im September aus einem Hinterhalt einen Polizisten erschossen und einen weiteren schwer verwundet haben. Der mutmaßliche Todesschütze, der zu den zehn meistgesuchten Verbrechern auf der Fahndungsliste der Bundespolizei FBI gehörte, ging der Polizei am Donnerstagabend (Ortszeit) in einem verlassenen Flugzeughangar im Pokonos-Gebirge ins Netz, wie der Sender CBS berichtete. Obwohl F. auf seiner knapp siebenwöchigen Flucht zahlreiche Spuren hinterließ, schien er den Fahndern stets einen Schritt voraus.

In US-Medien wurde er als selbstausgebildeter Heckenschütze, Überlebenskünstler und Einzelgänger mit einem Hass auf Strafverfolgungsbehörden beschrieben. Er soll von Militärgeschichte besessen und von der serbischen Armee und paramilitärischen Gruppen fasziniert gewesen sein. Unter anderem soll er an nachgestellten Schlachten zwischen Serben und Kroaten während des Balkankrieges in den 1990er Jahren teilgenommen haben.

Einmal entdeckten die Ermittler nach eigenen Angaben in einem verlassenen Lagerplatz ein Schreiben, in dem der Verhaftete seinen Angriff auf die Polizisten beschreibt: "Gegen 23.00 Uhr bot sich mir eine Gelegenheit und ich nutzte sie", heißt es demnach in der Notiz. "Er stürzte, ich war überrascht wie schnell das ging. Ich schoss erneut auf Kopf und Genick. Danach rührte er sich nicht mehr und war ruhig." Als ein zweiter Polizist den Toten entdeckte, habe er auch auf diesen geschossen. Offenbar hielt er beide für tot.

Der Verdächtige soll gedroht haben, weitere Polizisten zu töten. Er soll einen „Massenmord“ angekündigt haben. Die Staatsanwaltschaft will in dem Fall dem Bericht zufolge die Todesstrafe anstrengen.

dpa/AFP

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