Offene Fragen zum Flugzeugunglück

MH370-Angehörige: "Wir wollen die Wahrheit"

Protest MH370
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Mit Transparenten zogen Angehörige der Passagiere des Fluges MH370 am Dienstag zur malaysischen Botschaft in Peking und forderten: „Wir wollen die Wahrheit“.

Peking - Dutzende Angehörige der Passagiere des Fluges MH370 haben malaysischen Behörden und der Fluggesellschaft eine Mitschuld an dem Flugunglück gegeben und fordern umfassende Aufklärung.

Mit Transparenten zogen Dutzende Angehörige am Dienstag in Richtung der malaysischen Botschaft in Peking, wie Staatsmedien berichteten. „Wir wollen die Wahrheit“, lautete der Schriftzug eines Transparents. „Wieso haben Sie uns so lange warten lassen“, ein anderes.

Schwere Vorwürfe

In einer Erklärung erhoben einige Angehörigen der Insassen schwere Vorwürfe. „Malaysia Airlines, die malaysische Regierung und das malaysische Militär haben mit Nachdruck und wiederholt versucht, die Wahrheit zu verstecken und zu vertuschen. Sie wollten die Angehörigen und die ganze Welt belügen.“

Flug MH370 - Chronologie einer Suche

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Die Verantwortlichen hätten keine Scham, hieß es weiter in der Stellungnahme. Die Gesundheit und die Seelen der Angehörigen seien mutwillig zerstört worden. „Die Rettungsaktion wurde in die Irre geführt und verzögert.“ Wertvolle Zeit sei verschenkt worden. „Wenn unsere 154 Familienmitglieder an Bord deshalb ihr Leben verloren haben, dann sind die malaysische Fluggesellschaft, Regierung und das Militär die wahren Mörder unserer Familienmitglieder.“

Suche unterbrochen

Wegen des schlechten Wetters wurde die Suche nach Wrackteilen im Indischen Ozean unterbrochen. Die Wellen seien bis zu vier Meter hoch, Sturmböen und heftigen Regen im Anmarsch und die Wolken hingen teils nur 60 Meter über der Wasseroberfläche, teilte die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) mit. Das Versorgungsschiff „HMAS Success“ musste die Region verlassen. Es habe die vom Flugzeug aus gesichteten mögliche Wrackteile noch nicht lokalisieren können. Auch die Suchflugzeuge würden zunächst nicht starten.

China fordert Herausgabe von Satellitenbildern

Chinas Außenministerium hat Malaysia um „alle Informationen und Beweise“ gebeten, die zu der Schlussfolgerung über den Absturz von Flug MH370 im südlichen Indischen Ozean geführt haben. "Wir fordern die malaysische Seite auf, die detaillierten Beweise zu nennen, die sie zu dieser Beurteilung veranlasst hat, und alle relevanten Informationen und Beweise über die Analyse der Satellitendaten zur Verfügung zu stellen", sagte Xie laut einer auf der Website des chinesischen Außenministeriums veröffentlichten Erklärung. Die Such- und Bergungsarbeiten in der Region müssten fortgesetzt werden. China will laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua weitere Schiffe entsenden, um die Suche nach dem Wrack zu unterstützen. Sechs chinesische Schiffe sind bereits im Einsatz.

Die Boeing 777 war am 8. März von den Radarschirmen verschwunden. An Bord waren 239 Insassen, zwei Drittel davon Chinesen.

Angehörige verzweifelt

Angehörige chinesischer Insassen reagierten verzweifelt auf die Nachricht des Absturzes.

Am Montag brachten neue Analysedaten des verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeug traurige Gewissheit. Demnach sei die Maschine in den südlichen Indischen Ozean gestürzt. Niemand könne überlebt haben, teilte die Airline mit, nachdem sie die Angehörigen der Passagiere informiert hatte. Das letzte Signal sei westlich von Perth empfangen worden, sagte Malaysias Regierungschef Najib Razak am Montag. Familien der Insassen nahmen die Nachricht erschüttert auf.

Ungeachtet der Gewissheit über einen Absturz der Maschine, bleiben viele offene Fragen. Warum kam die Boeing vom Kurs ab, was passiert an Bord der Maschine? Die Theorie einer Entführung wird immer unwahrscheinlicher.

dpa/AFP

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