Opferzahl steigt rapide

200 Millionen Dollar für Kampf gegen Ebola

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Presserummel vor dem New Yorker Mount Sinai Krankenhaus: Dort steht ein Amerikaner unter Quarantäne, der Ebola-ähnlich Symptome aufweist.

Washington - Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika will die Weltbank ein Notprogramm in Höhe von umgerechnet knapp 150 Millionen Euro auflegen. Die Seuche breitet sich immer schneller aus.

Die Hilfe diene kurzfristig zur Finanzierung von Fachpersonal, Ausrüstung und Vorbeugemaßnahmen in den am meisten betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone, teilte Weltbankpräsident Jim Yong Kim am Montag mit. Gleichzeitig solle es die Länder aber auch wirtschaftlich unterstützen. Nach Angaben Jim Yong Kims muss das Programm noch vom Verwaltungsrat abgesegnet werden, dies dürfte noch Ende der Woche geschehen

Rasche Maßnahmen seien dringend geboten, mahnte der Weltbankpräsident, der selbst Experte für Infektionskrankheiten ist. Mit Sorge verfolge er, wie die Ausbreitung des tödlichen Virus zum Zusammenbruch der "vorher schon schwachen Gesundheitssysteme" in allen drei Staaten führe. Sollte es nicht gelingen, den Vormarsch der Seuche zu stoppen, seien zahlreiche weitere Leben in Gefahr. Bei ihrem Notprogramm wird sich die Weltbank demnach eng mit der Weltgesundheitsbehörde WHO abstimmen.

Zahl der Ebola-Opfer auf fast 900 gestiegen

Die Zahl der Ebola-Opfer in Westafrika ist in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Montagabend aus Genf fielen dem Virus inzwischen 887 Menschen zum Opfer, das waren 158 mehr als vor einer Woche genannt. Die Zahl der Infektionen und Verdachtsfälle stieg auf 1603. Neben den bislang betroffenen Staaten Guinea, Liberia und Sierra Leone gibt es nun auch ein Todesopfer und vier mutmaßliche Ansteckungen in Nigeria.

Am schwersten ist Guinea betroffen, dort zählt die WHO inzwischen 358 Tote. 273 sind es in Sierra Leone und 255 in Liberia. In Nigeria kam ein Reisender aus Liberia ums Leben. Er steckte auch einen Arzt in der Hauptstadt Lagos an, wie Gesundheitsminister Onyebuchi Chukwu am Montag mitteilte. Die WHO listet neben dem Todesopfer drei mutmaßliche Fälle sowie ein Verdachtsfall auf.

Ebola-Verdacht bei US-Patient

In einem New Yorker Krankenhaus steht unterdessen ein Mann unter Beobachtung, der ähnliche Symptome wie bei Ebola aufweist. Zwar glaube er nicht, dass sich der Verdacht bestätigen werde, dennoch stehe der Mann unter strikter Quarantäne, sagte der Leiter der Notaufnahme im Mount Sinai Hospital, David Reich. Der der Patient sei kürzlich in eines der betroffenen westafrikanischen Länder gereist. Das Ergebnis seines Tests werde in spätestens drei Tagen erwartet.

Das Ebola-Virus löst hämorrhagisches Fieber aus, das in vielen Fällen zum Tod führt. Medikamente dagegen gibt es nicht, doch steigert eine frühzeitige Behandlung die Überlebenschancen.

AFP/dpa

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