Mindestens 16 Tote bei Anschlag in Peshawar

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Erst am vergangenen Dienstag waren bei einem Selbstmordanschlag 32 Menschen getötet worden.

Islamabad - Bei zwei Selbstmordanschlägen auf die pakistanischen Sicherheitskräfte sind am Freitag mindestens 16 Menschen getötet und rund 80 verletzt worden.

Ein dreister Anschlag richtete sich ausgerechnet gegen eine regionale Zentrale des Geheimdienstes ISI, der für den Anti-Terror-Kampf zuständig ist. Hier wurden zehn Menschen getötet, darunter sechs Geheimdienstmitarbeiter. Nur eine Stunde später griff ein Selbstmordattentäter einen Polizeiposten an der Grenze zu Afghanistan an und tötete sechs Menschen. Bei dem Anschlag auf die Geheimdienstzentrale in Peshawar fuhr der Attentäter ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor das Haupttor, wie Polizeichef Liaqat Ali Khan sagte.

Sicherheitskräfte eröffneten zwar das Feuer auf das heranrasende Fahrzeug, konnten aber nicht verhindern, dass die Bombe gezündet wurde. Die Explosion war in der ganzen Stadt zu hören. Ein großer Teil des zweistöckigen Gebäudes wurde zerstört. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sah, wie Tote und Verletzte geborgen wurden. Die nahe der Grenze zu Afghanistan gelegene Provinzhauptstadt Peshawar ist seit Wochen Schauplatz einer Welle von Anschlägen. Allein in der letzten Woche wurden mehr als 50 Menschen getötet.

Die zunehmende Gewalt steht offenbar in Zusammenhang mit einer Offensive der Regierungstruppen gegen islamische Extremisten in den Stammesgebieten von Süd-Waziristan. Der ISI war seit 2001 an zahlreichen verdeckten Operationen gegen das Terrornetzwerk Al Kaida beteiligt. Der zweite Anschlag am Freitag richtete sich gegen einen Polizeiposten in der Nähe der Grenze zur autonomen Region Nord-Waziristan. Unter den Toten waren fünf Polizisten. Es wird vermutet, dass viele militante Islamisten vor der Offensive in Süd-Waziristan nach Norden geflüchtet sind. 

AP

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