Obama ruft den Notstand aus

Mindestens 24 Tote bei schweren Unwettern im Osten der USA

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Bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat West Virginia sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Die Wasser- und Schlammmassen richteten riesigen Sachschaden an, ganze Häuser wurden fortgespült.

Charleston - Nach schweren Unwettern im Osten der USA mit mindestens 24 Toten hat Präsident Barack Obama für die am stärksten betroffenen Gebiete im Bundesstaat West Virginia am Samstag den Notstand erklärt.

Die seit Tagen andauernden massiven Regenfälle führten dort zu Überschwemmungen, die hunderte Häuser beschädigten und Menschen zwangen, Zuflucht auf Haus- und Autodächern zu suchen. Mehr als 21.300 Menschen waren weiterhin ohne Strom.

Der Gouverneur Earl Ray Tomblin forderte 500 Mitglieder der Nationalgarde zur Unterstützung an, 17 Notunterkünfte wurden eingerichtet. "Der Schaden ist weit verbreitet und verheerend. Unser Fokus bleibt auf der Suche und Rettung" von Opfern, sagte Tomblin. "Ich hatte geplant, zu den betroffenen Gebieten zu fliegen, konnte dies jedoch nicht, da alle staatlichen Flugzeuge für den Rettungseinsatz benötigt wurden."

Mehr als 100 Wohnhäuser und mehrere Altenheime seien schwer beschädigt. Dank des "heroischen" Einsatzes der Rettungskräfte wurde eine Frau aus einem Auto gerettet, der das Wasser bereits bis zum Hals stand, wie Tomblin berichtete. Mehrere Bewohner flüchteten vor den Wassermassen auf Haus- und Autodächer. Dutzende Straßen waren wegen umgestürzter Bäume nicht befahrbar.

Flüsse treten über die Ufer

Durch Obamas Notstandserklärung wurden Bundesmittel für die Countys Greenbrier, Kanawha und Nicholas bereitgestellt. Fotos auf der Internetseite der Abteilung des Bundesstaats für Heimat- und Katastrophenschutz zeigten einen über die Ufer getretenen Fluss, dessen Schlammwasser ein Viertel der Stadt Clendenin überschwemmte.

Menschen saßen über Nacht in Enkaufszentrum fest  

Rund 500 Menschen saßen laut ABC News die Nacht zum Samstag hindurch in einem Einkaufszentrum in Elkview fest, nachdem eine Brücke fortgespült wurde. Fotos im Internet zeigten ein Haus in Flammen, das in der Kleinstadt White Sulphur Springs von den Fluten davongetragen wurde. Andere Bilder zeigten eine Frau auf einer zweispurigen Straße zwischen Autos, die mit bloßen Händen eine riesige Forelle gefangen hatte.

Im Bundesstaat waren binnen 24 Stunden 20 Zentimeter Regen gefallen, wie der Abgeordnete Evan Jenkins mitteilte. Große Teile von West Virginia sind sehr hügelig, so dass starker Niederschlag dort in den Tälern rasch zu Überschwemmungen führt.

AFP

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