Seine Strafakte ist lang

Mord an Deutschen in Türkei: Verdächtiger gefasst

Istanbul - Nach dem Mord an einem deutschen Ehepaar im südtürkischen Urlaubsort Alanya hat die türkische Polizei Medienberichten zufolge einen Tatverdächtigen festgenommen.

Die „Bild“-Zeitung berichtete am Montag, der vorbestrafte 37-Jährige werde von Polizei und Geheimdienst verhört. Nach Informationen der Zeitung soll ihn das Ehepaar aus Leipzig am Strand kennengelernt gehabt haben. „Bild“ und die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichteten, der Verdächtige sei auf Bewährung in Freiheit gewesen und am nordtürkischen Schwarzmeerort Zonguldak gefasst worden.

Anadolu meldete, der Mann sei festgenommen worden, als er versucht habe zu fliehen. „Bild“ berichtete, der Verdächtige habe eine lange Strafakte. So sei er 2003 wegen Mordes zu 16 Jahren Haft verurteilt worden, wegen eines Amnestie-Gesetzes 2007 aber wieder freigekommen. Anfang 2012 sei er wegen einer Schlägerei wieder inhaftiert, Ende desselben Jahres dann aber auf Bewährung freigelassen worden.

Die gefesselten und geknebelten Leichen der Opfer waren am 21. August in einer von dem Paar gemieteten Wohnung in Alanya entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei waren der 65-jährige Deutsche und seine 50 Jahre alte Ehefrau zu dem Zeitpunkt schon mehrere Tage lang tot. Sie sollen mit Schlägen auf den Kopf ermordet worden sein.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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