FBI: Wohl kein Terrorakt

Mordanklage nach Enthauptung - Todesstrafe

Oklahoma City - Nach der Enthauptung einer Frau in einer US-Lebensmittelfabrik ist der mutmaßliche Täter wegen Mordes angeklagt worden. Der Staatsanwalt will die Todesstrafe fordern.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-Jährigen, der die Frau enthauptet hat, zudem Körperverletzung vor, da er bei der Bluttat am Donnerstag auch eine zweite Frau angegriffen haben soll, die wie das Todesopfer in dem Betrieb in Moore (Oklahoma) arbeitete. Staatsanwalt Greg Mashburn sagte der Presse, er werde im Gerichtsverfahren für den Angeklagten wahrscheinlich die Todesstrafe fordern.

Das FBI suchte am Dienstag weiter nach Hinweise auf einen möglichen Terrorakt. Der Mann war zum Islam konvertiert und von der Arbeit in der Lebensmittelfabrik suspendiert worden, weil er den Betrieb mit seinen Versuchen, Mitarbeiter ebenfalls zu der Religion zu konvertieren, störte. Es handle sich aber vermutlich um eine isolierte Tat, die von seiner Entlassung ausgelöst worden sei.

Auf seiner Facebook-Seite habe der mutmaßliche Täter extremistische Ansichten verbreitet, etwa Bilder von Enthauptungen, vom getöteten Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und Videos antiamerikanischer Tiraden. Der Mann sei „vernarrt“ gewesen in Enthauptungen, sagte Mashburn.

Die mit Messerstichen verletzte 43-Jährige befand sich am Dienstag weiterhin im Krankenhaus, berichteten US-Medien. Auch der mutmaßliche Täter, der vom Topmanager der Fabrik mit zwei Gewehrschüssen gestoppt wurde, befand sich noch in Behandlung. Die Mutter und Schwester des Mannes sagte in einer auf Facebook verbreiteten Videobotschaft, dass er in einer liebevollen Umgebung aufgewachsen sei.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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