Retter bergen Leichen

Rettungsaktion nach Erdbeben: 19 Tote am Everest

Nach Erdbeben: Rettungsaktion am Mount Everest
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Kathmandu - Drama am höchsten Berg der Welt: Das Erdbeben in Nepal löst eine gewaltige Staublawine aus und plättet Teile des Everest-Basislagers. Auch die Aufstiegsroute ist zerstört. Etwa 100 Bergsteiger sitzen am Berg fest.

Das

Unter den Toten sind nach Angaben von Expeditionsleitern ein Australier, ein US-Bürger und ein Chinese. Die meisten Leichen seien noch im Basislager, sagte der Everest-Rettungskoordinator Ang Tshering Sherpa. Ihre Identität und Nationalität könne erst geklärt werden, wenn sie am Montag nach Kathmandu gebracht werden. Rund 100 Bergsteiger sitzen noch am höchsten Berg der Welt fest.

Damit starben in diesem Jahr am Mount Everest mehr Menschen als im vergangenen Jahr. Am 18. April 2014 waren beim bisher schwersten Unglück in der Geschichte des Everest-Bergsteigens 16 Nepalesen in einer Lawine ums Leben gekommen. Danach sagten fast alle Teams ihre Vorhaben ab. Der Extrembergsteiger Reinhold Messner sagte, er erwarte deutlich mehr Tote als die bisher gefundenen 19 Opfer.

Derzeit ist die Hauptsaison am 8848 Meter hohen Berg wieder in vollem Gange - viele von denen, die im vergangenen Jahr umkehrten, sind wieder da. Zum Zeitpunkt der Katastrophe am Samstag hielten sich nach offiziellen Angaben etwa 1000 Bergsteiger, Wanderer und Träger rund um das Basislager auf. Eigentlich wollten in dieser Saison rund 400 Menschen auf den Gipfel.

Insgesamt würden in der Evererst-Region noch 100 bis 150 Menschen vermisst, sagte Santa Bir Lama, Vizepräsident der nepalesischen Bergsteigervereinigung, der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten seien in Camp 2 auf 6400 Metern. Er fürchtete, dass viele von ihnen unter Schneemaassen begraben liegen könnten. Ein Offizier der indischen Armee sagte dem indischen Sender NDTV, viele Menschen seien von der Außenwelt abgeschnitten und hätten keine Satellitentelefone. „Wir helfen so vielen, wie wir können.“

Der Bergstieger Alex Gavan schreibt auf Twitter: „Große Teile des Basislager sehen aus wie nach einer Atombombe. Große Verwüstung.“ Als die Lawine kam, sei er aus seinem Zelt herausgeeilt und um sein Leben gerannt. Die Menschen seien unsicher - jederzeit könne eine neue Lawine herunterkommen. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region.

Nach Angaben der Polizei in Lukla klärte sich das schlechte Wetter schließlich und Helikopter, die lange in Lukla bleiben mussten, konnten ins Basislager starten. Alle schwer Verletzten seien ins Tal gebracht worden. Einige wenige Bergsteiger seien auch aus den Camps oberhalb des Basislagers ausgeflogen worden, schreibt Gavan. Dort sind Helikopterflüge wegen der dünnen Luft extrem schwierig.

Mehr als 100 Bergsteiger säßen aber noch fest, schreibt Gavan weiter. Helikopter hätten Seile und Eisschrauben nach oben gebracht, um eine neue Abstiegsroute zu legen. Die einzige Route durch den gefährlichen Eisfall, die mit vielen Leitern große Gletscherspalten überwindet, wurde von der Lawine zerstört. Das schrieb der Bergsteiger Daniel Mazur von vor Ort auf seiner Homepage.

„Es war schrecklich hier im Camp 1. Lawinen auf drei Seiten“, schrieb Mazur auf Twitter. Er sei besorgt um das Team im Eisfall unterhalb von ihm. Adrian Ballinger schrieb von der Nordseite des Everest nach dem Nachbeben: „Ein weiteres großes. Richtig groß. Von den Bergen um das nordseitige Basislager fielen Felsen herab.“ Die chinesisch-tibetische Bergsteigervereinigung habe alle gebeten, ins Basislager abzusteigen, bis die Nachbeben aufhören.

Temba Tsheri Sherpa von der Organisation Dreamers' Destination Treks and Expeditions fürchtet, die Zahl der Toten könne weiter steigen. Aus seinem Team seien zwei Nepalesen, ein Chinese und ein Australier unter den Toten. Das britische Unternehmen Jagged Edge bestätigte auf seiner Webseite außerdem, dass der Bergsteiger und Google-Ingenieur Dan Fredinburg starb.

dpa

gewaltige Himalaya-Erdbeben

hat auch eine tödliche Lawine am Mount Everest ausgelöst. Mindestens 19 Menschen kamen ums Leben, als die mehrere Stockwerke hohe Staublawine das Zentrum des Basislagers traf. Das teilten die indischen Streitkräfte mit, die mit einem Expeditionsteam vor Ort sind. 65 Bergsteiger wurden laut Tourismusministerium verletzt.

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