Damm-Sprengung in Nepal

Nach Erdrutsch: Riesiger Stausee bedroht Tal

Erdrutsch
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Eine verletzte Frau wird medizinisch versorgt, nachdem sie den Erdrutsch in Nepal überlebt hat.

Kathmandu - Bei einem massiven Erdrutsch in Nepal sind am Samstag mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Jetzt bedroht ein riesiger Stausee ein Tal.

In den frühen Morgenstunden wurden zwei Dutzend Häuser verschüttet, bevor sich die Masse aus Schlamm und Steinen in den Sunkoshi-Fluss nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu ergoss. Dutzende Dorfbewohner wurden nach dem Unglück im Nordosten des Himalaya-Staates vermisst, wie ein Regierungsvertreter sagte.

Durch den Erdrutsch entstand ein knapp 90 Meter hoher Erdhaufen, der das ganze Tal blockiert. Der dadurch aufgestaute Fluss Sunkoshi formte einen See, der sich laut lokalen Medien inzwischen über drei Kilometer erstreckt. Der bedroht jetzt die Ortschaften flussabwärts, da zu befürchten ist, das er bricht.

Die nepalesische Regierung rief den Notstand aus. Innenminister Bamdev Gautam sagte am Samstag, das Himalaya-Land stehe einer besorgniserregenden Situation gegenüber. 700 Sicherheitskräfte seien in die Region Sindhupalchok östlich der Hauptstadt Kathmandu geschickt worden. Alle verfügbaren Helikopter auch von privaten Fluggesellschaften seien alarmiert. Nepal habe zusätzlich Hilfe bei den Nachbarländern Indien und China angefragt.

Tausende Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Der natürliche Damm aus Schlamm und Geröll könne nicht von Hand beseitigt werden, technische Geräte erreichten den Ort wegen der blockierten Nationalstraße nicht, sagte Polizeisprecher Subodh Ghimire am Samstag.

Also wurde mit der Sprengung des Damms begonnen. Die Armee habe am Samstag Sprengstoff an der Stelle gezündet, wo das Wasser gerade über den Damm zu fließen begann, sagte der Reporter Saraj Gurung. Nepals Premierminister Sushil Koiral hatte angeordnet, schnellstmöglich zu handeln.

dpa

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