Neue Ermittlungen gegen Ex-Terroristin Mohnhaupt

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Brigitte Mohnhaupt war im März 2011 in Stuttgart im Prozess gegen das Ex-RAF-Mitglied Verena Becker als Zeugin geladen gewesen.

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat gegen die ehemalige RAF-Anführerin Brigitte Mohnhaupt ein neues Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Spiegel“ ergaben DNA-Analysen des Bundeskriminalamtes, dass Mohnhaupt an einem Raubüberfall auf ein Waffengeschäft in Frankfurt am Main im Juli 1977 beteiligt gewesen sein könnte. “Wir bestätigen die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Raubüberfall“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Freitag. Einzelheiten zu den Ermittlungen nannte er nicht.

Für den Überfall, bei dem RAF-Mitglieder laut “Spiegel“ 19 Handfeuerwaffen erbeuteten, wurde der damalige Terrorist Knut Folkerts 1980 wegen Mordversuchs und Raubüberfalls verurteilt. Mohnhaupt könnte an dem Raub als Fahrerin des Fluchtwagens beteiligt gewesen sein, schreibt das Nachrichtenmagazin. In dem als Fluchtauto benutzten Fiat hätten BKA-Beamte 1977 Zigarettenstummel gefunden. Drei davon konnten die Ermittler im vergangenen Sommer mittels DNA-Analyse Mohnhaupt zuordnen.

Mohnhaupt war im März 2007 aus dem Gefängnis entlassen worden. Sie war an mehreren Mordanschlägen der terroristischen Rote Armee Faktion (RAF) beteiligt, darunter auch an der Entführung und Ermordung des Arbeitgeber-Präsidenten Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte sie 1985 zu fünf Mal lebenslang plus 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ihre Mindesthaftdauer war 2007 verstrichen. Das Oberlandesgericht setzte daraufhin die Reststrafe zur Bewährung aus.

dpa

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