Neues Wahrzeichen

Neun Meter hohe Mandela-Statue enthüllt

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Mit der Enthüllung eines Mandela-Denkmals auf einer Anhöhe über der südafrikanischen Hauptstadt sind die Trauertage um den gestorbenen Nationalhelden Mandela endgültig vorbei.

Pretoria - Neues Wahrzeichen für die Hauptstadt Südafrikas: Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat am Montag in Pretoria ein Denkmal Nelson Mandelas enthüllt.

Vor den historischen „Union Buildings“, in denen Amtsräume der Regierung und des Präsidenten untergebracht sind, steht nun eine neun Meter hohe Bronzestatue des südafrikanischen Nationalhelden.

Der Tag der Enthüllung war in mehrfacher Hinsicht symbolträchtig: Am 16. Dezember begeht Südafrika den „Versöhnungstag“, der dem Ausgleich und Frieden zwischen den verschiedenen Völkern, Hautfarben und Volksgruppen gewidmet ist. Zudem war am Sonntag zum Ende einer zehntägigen Staatstrauer Nelson Mandela in Qunu zu Grabe getragen worden. Schließlich wird 2013 der 275 Meter lange Gebäudekomplex hundert Jahre alt.

Die Enthüllung signalisiere das Ende der Trauerzeit und „den Beginn einer Zeit, in der das Vermächtnis Madibas gefeiert und gelebt wird“, heißt es in einer Regierungserklärung, den Clannamen Mandelas benutzend. Die Statue der südafrikanischen Bildhauer Andre Prinsloo and Ruhan Janse van Vuuren hat nach Angaben der Regierung acht Millionen Rand (560.000 Euro) gekostet.

Nelson Mandela: Stationen seines Lebens

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Das auf einem Hügel gelegene Denkmal zeigt einen lächelnden Mandela mit erhobenen, ausgestreckten Händen, der auf Pretoria schaut. Die Geste Mandelas sei eine Aufforderung an die Südafrikaner, „uns als Regenbogennation zu vereinen“, sagte Zuma bei der Enthüllung der Statue im Amphitheater vor den Regierungsgebäuden vor Tausenden Zuschauern. Hier waren vergangene Woche an drei Tagen insgesamt über 100.000 Südafrikaner an dem aufgebahrten Leichnam des Nationalhelden vorbeidefiliert.

Mandela war am 5. Dezember nach langer, schwerer Krankheit in Johannesburg im Alter von 95 Jahren gestorben. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem hatte er 27 Jahre im Gefängnis verbracht. Der spätere Friedensnobelpreisträger führte Südafrika dann zu Demokratie und Aussöhnung, wurde 1994 erster schwarzer Präsident Südafrikas.

dpa

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