4500 Kilometer lange Expedition

Niederländerin bricht mit Traktor zum Südpol auf

Kapstadt - Mit einer Traktor-Expedition zum Südpol will sich die Niederländerin Manon Ossevoort ihren Lebenstraum erfüllen. Die 38-Jährige bereitet sich derzeit im südafrikanischen Kapstadt auf ihre 4500 Kilometer lange Rundfahrt vor, die sie bis zum südlichsten Punkt der Welt führen soll.

Ossevoort rechnet mit einer Reisegeschwindigkeit von zehn bis zwanzig Stundenkilometern. Vier bis sechs Wochen werden die Niederländerin und ihre sieben Begleiter voraussichtlich unterwegs sein.

"Dies ist ein schöner Abschluss einer langen Pilgerfahrt", sagte Ossevoort der Nachrichtenagentur AFP. Sie werde die Ruhe auf dem "riesigen weißen Kontinent" genießen. Die ehemalige Schauspielerin hatte ihr Abenteuer im Jahr 2005 begonnen, als sie mit ihrem roten Gefährt ihren Heimatort verließ, um vier Jahre später Kapstadt zu erreichen. Dann verpasste sie aber den Eisbrecher, der sie in die Antarktis bringen sollte.

Frustriert reiste Ossevoort wieder ab und verbrachte die kommenden Jahre in den Niederlanden, wo sie ein Buch schrieb und als Motivationstrainerin arbeitete. Vor zehn Monaten kam zudem ihre erste Tochter zur Welt. Ihr großes Ziel verlor Ossevoort trotz allem nicht aus den Augen: Mithilfe von Sponsoren organisierte sie eine weitere Expedition. Für den 21. November ist nun der Beginn der Antarktis-Rundreise geplant.

Ihren Traktor hat Ossevoort "Antarctica 2" getauft, in Erinnerung an den legendären Mount-Everest-Bezwinger Edmund Hillary, der 1958 ebenfalls mit einem Traktor durch die Antarktis gereist war. Begleitet wird die Abenteurerin unter anderem von einem Mechaniker und einem Filmteam, das die Erlebnisse der Niederländerin für eine Dokumentation aufzeichnet.

Am Südpol will Ossevoort einen Schneemann errichten. In dessen Bauch will sie die während ihrer Reise gesammelte Wünsche und Hoffnungen tausender Menschen aus Afrika und anderen Teilen der Welt deponieren. Die auf einem digitalen Medium gespeicherten Briefe und E-Mails seien für sie eine "Zeitkapsel der Träume", sagte Ossevoort. Erst in 80 Jahren sollen die Botschaften nach dem Willen der Niederländerin wieder gelesen werden. Die nachfolgenden Generationen könnten so etwas "über unsere Träume und nicht nur über Politik und Krieg" erfahren.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.