Michelle Obama und Co.

Nigeria: Kampagne für entführte Schülerinnen

Dieses Foto postete Michelle Obama auf Twitter.

Washington - Die First Lady der USA, Michelle Obama, und andere Prominente, haben sich solidarisch mit den mehr als 200 in Nigeria entführten Schülerinnen gezeigt.

Das Schicksal von über 200 in Nigeria verschleppten Schülerinnen bewegt die Weltgemeinschaft: Eine über soziale Netzwerke verbreitete Internetkampagne mit dem Titel „BringBackOurGirls“ (bringt unsere Mädchen zurück) wird mittlerweile auch von zahlreichen Prominenten unterstützt, darunter die US-Schauspieler Sean Penn, Angelina Jolie und Justin Timberlake sowie die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai. Im Internet zeigten sie sich mit Schildern, auf denen sie die Befreiung der Jugendlichen fordern. Auch Hillary und Chelsea Clinton sowie Mary J. Blige meldeten sich unter #bringbackourgirls zu Wort.

Die Schülerinnen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren waren vor über drei Wochen im Bundesstaat Borno in Nordnigeria von Islamisten verschleppt worden. Zu der Tat bekannte sich die Terrorgruppe Boko Haram, die ankündigte, die Geiseln als Sklavinnen zu verkaufen.

Nachdem sich auch die amerikanische „First Lady“ Michelle Obama solidarisch mit den Entführten zeigte und ein Pappschild mit dem Hashtag in die Kamera hielt, wurde dieser am Donnerstag eine Million mal im Internetdienst Twitter geteilt. Die Ehefrau von US-Präsident Barack Obama schrieb dazu unter ihrem Twitter-Profil @FLOTUS: „Wir beten für die vermissten Nigerianerinnen und ihre Familien. Es ist Zeit: Bringt unsere Mädchen zurück.“

Auch die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International unterstützen die Kampagne, die eine militärische Intervention fordert, um die Geiseln zu befreien.

In vielen Teilen der Welt, darunter in Südafrika, London und New York, zogen in den vergangenen Tagen Tausende in Protestzügen zu den Botschaften Nigerias und forderten, dass die Behörden mehr tun müssen, um die Mädchen zu finden. Trotz intensiver Suche fehlt von ihnen bisher jede Spur. Geiseln der Boko Haram werden häufig auch sexuell schwer missbraucht.

Nach den USA und Großbritannien boten weitere Länder der Regierung in Abuja ihre Hilfe an, darunter Frankreich, China und Kanada. „Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang versprach Präsident Goodluck Jonathan, dass sein Land den nigerianischen Behörden alle nützlichen Informationen, die es durch Satellitenaufnahmen und Geheimdienste erhält, zur Verfügung stellen wird“, zitierte die Zeitung „Vanguard“ am Donnerstag den nigerianischen Regierungssprecher Reuben Abati.

Regierungschef Li befindet sich seit dem Wochenende auf einer Reise durch den Kontinent, die ihn noch nach Angola und Kenia führen wird. Am Mittwoch hatte er in Abuja an der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums für Afrika teilgenommen. Medienberichten zufolge sagten auch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und der kanadische Premierminister Stephen Harper Hilfe bei der Suche zu.

dpa

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