Medienbericht

Hat der Papst einen Hirntumor? So reagiert der Vatikan

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Papst Franziskus im September bei einer Rede in Philadelphia. 

Rom - Seit Tagen kursiert das Gerücht, Papst Franziskus sei an einem Hirntumor erkrankt. Der Würdenträger wirkt zunehmend erschöpft. Nun meldet sich der Vatikan zu Wort.

Der Vatikan hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach Papst Franziskus angeblich einen gutartigen Gehirntumor hat. "Die Veröffentlichung komplett gegenstandsloser Berichte über die Gesundheit des Heiligen Vaters durch eine italienische Zeitung ist absolut unverantwortlich und der Aufmerksamkeit nicht wert", erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch. Wie jeder sehen könne, verfolge der Papst "ununterbrochen und in der üblichen Intensität seine Aktivitäten".

Die Zeitung "Quotidiano Nazionale" (QN) hatte berichtet, dass bei dem 78-jährigen Kirchenoberhaupt in diesem Jahr ein "kleiner dunkler Fleck" im Gehirn diagnostiziert worden sei. Der Arzt sei jedoch zu dem Schluss gekommen, dass der Tumor behandelbar und keine Operation notwendig sei.

"QN"-Chefredakteur Andrea Cangini sagte, er habe mit dem Dementi des Vatikan gerechnet. Dieses sei "verständlich und zu erwarten gewesen". Die Zeitung habe lange mit der Veröffentlichung gewartet, um die Recherchen abzuschließen und "jede mögliche Überprüfung" vorzunehmen. Er habe jedoch "nicht den geringsten Zweifel", dass der Bericht fundiert sei.

In seinen zweieinhalb Jahren als Papst hat Franziskus ein intensives Arbeitspensum an den Tag gelegt und sogar die langen Sommerpausen gemieden, die viele seiner Vorgänger genossen. Zeitweise wirkte er sehr erschöpft. In Interviews ließ er manchmal anklingen, er glaube, nur noch ein paar Jahre zu leben zu haben. Als junger Mann war er beinahe gestorben, nachdem ihm im Alter von 20 Jahren ein Lungenflügel entfernt worden war.

AFP

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