Will aus "goldenem Käfig" ausbrechen

Papst wollte ursprünglich Schlachter werden

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Papst Franziskus hat als Kind auch gerne Fußball gespielt, allerdings mehr schlecht als recht.

Amsterdam - Wenn der Papst von seinen Kindheitserinnerungen spricht, wird es persönlich. So hatte er als Kind beispielsweise den Wunsch Schlachter zu werden. Doch das ist noch nicht alles.

Papst Franziskus hat als Vierjähriger nicht gerade davon geträumt, Oberhaupt von 1,3 Milliarden Katholiken zu werden. Auf die Frage, was er einmal werden wolle, habe er als Knirps geantwortet: "Schlachter", sagte der Papst der niederländischen Obdachlosenzeitung "Straatnieuws" vom Freitag. Zu seinen Kindheitserinnerungen zählt auch der kleine Platz in Buenos Aires, auf dem er damals Fußball spielte - allerdings ohne viel Talent, wie Franziskus in dem Interview einräumte.

"Diejenigen, die so spielten wie ich, wurden 'harte Kartoffeln' genannt. Mit anderen Worten, wir hatten zwei linke Füße", sagte der Papst. Trotzdem habe er weitergespielt, wobei er oft im Tor gestanden habe.

Seit er zum Pontifex maximus gewählt wurde, fühlt Franziskus immer wieder das Bedürfnis, aus seinem "goldenen Käfig" auszubrechen, wie er in dem Interview gestand. So erläuterte er erneut seine Entscheidung, nicht in die päpstlichen Gemächer zu ziehen, sondern im vatikanischen Gästehaus Santa Marta zu wohnen. Die Papstresidenz sei wie ein "Trichter (...) groß, aber mit einer kleinen Tür", sagte Franziskus. Dort zu leben hätte bedeutet, "sich zu isolieren".

In seinem jetzigen Haus esse er mit Gästen oder Angestellten. Trotzdem fehle ihm "die Straße", bedauerte der 78-Jährige. Er "würde so gerne" ausgehen, um einfach eine Pizza zu essen. Zugleich tröste er sich mit dem Gedanken: "Jetzt hast Du eine wichtige Position, aber in zehn Jahren wird Dich keiner mehr wiedererkennen."

AFP

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